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Feuerwehr Meinersen musste ein Pferd aus der Oker retten



Gifhorn

Feuerwehr Meinersen musste ein Pferd aus der Oker retten


Mit vereinten Kräften konnte das Pferd aus der Oker gezogen werden. Foto: Schaffhauser/ Samtgemeindepressesprecher
Mit vereinten Kräften konnte das Pferd aus der Oker gezogen werden. Foto: Schaffhauser/ Samtgemeindepressesprecher Foto: Schaffhauser/ Samtgemeindepressesprecher

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Meinersen. Zu einem nicht ganz alltäglichen Einsatz wurde am heutigen Sonntag die Freiwillige Feuerwehr Meinersen alarmiert. Gegen 9.20 Uhr heulten die Sirenen, als Einsatzort wurde die Oker nördliches des Ortes genannt. Dort sollte ein Pferd in der Oker sein.



„Bei unserem Eintreffen stand ein Pferd an der Uferböschung bis zum Bauch im Wasser“, so Einsatzleiter André Gröbe. „Es machte einen entkräfteten Eindruck.“ Der Besitzer des Tieres war ebenfalls vor Ort und beruhigte das Tier.

Nach seinen Aussagen habe die zwölfjährige Stute auf einer Weide rund eineinhalb Kilometer Flussaufwärts gestanden. Wann sie dort ausgebüchst und in der Oker gelandet ist, konnte nicht nachvollzogen werden. Entdeckt wurde sie von einem anderen Pferdebesitzer, der wiederrum den Besitzer des Tieres informierte. Zunächst versuchte der Besitzer das Tier selber die Uferböschung hoch zu führen, was aber aufgrund der steilen Böschung und der vollkommenen Entkräftigung des Tieres misslang. Außerdem war das Tier mit den Hufen und Beinen im Schlamm eingesunken.


Gegen 9.20 Uhr wurde dann die Freiwillige Feuerwehr Meinersen alarmiert, sie rückte mit vier Fahrzeugen und 25 Mitgliedern aus. „Wir haben zunächst die Sicherung des Tieres von der Landseite her vorgenommen“, so der Einsatzleiter. In Absprache mit dem Eigentümer wurde dann beschlossen, dass Tier auf die andere Uferseite zu leiten und dort rund 50 Meter Flussabwärts das Tier aus dem Wasser zu ziehen. Dabei kam das Rettungsboot der Wehr zum Einsatz, um das Tier zu leiten und Leinen von einer zur anderen Uferseite zu bringen.

Mit Schläuchen aus der Oker gezogen


Obwohl das Pferd stark entkräftet war, gelang es der Feuerwehr und dem Besitzer, dieses mit Leinen zu einer Stelle zu führen, an der die Uferböschung nicht so steil war. Dort angekommen brach das Tier regelrecht zusammen, war nicht in der Lage, sich aus dem Wasser ans rettende Ufer zu bringen. Mit mehreren Schläuchen wurden Schlingen um das Tier gelegt und dieses mit vereinten Kräften ans rettende Ufer gezogen.

Dort wurde es dann von einem herbeigerufenen Tierarzt untersucht. Dieser stellte fest, dass das Tier in der kalten Oker erheblich unterkühlt worden ist. Auch hier konnte die Feuerwehr Abhilfe schaffen: „Mit mehreren Decken wickelten wir das Pferd ein“, so Gröbe. „Außerdem kamen fünf Halogenscheinwerfer zum Einsatz.“ Diese geben neben der Lichtleistung auch erhebliche Wärme ab, die zum Aufwärmen des Tieres genutzt wurde. Vom Tierarzt erhielt das Pferd mehrere Infusionen. Nach einer knappen Stunde richtete es sich langsam wieder auf. „Der Besitzer teilte uns später mit, dass das Tier inzwischen wieder gefressen habe, das sei immer ein gutes Zeichen“, so der Einsatzleiter abschließend.


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