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Feuerwehr zum Hochwasser: "Keine konkrete Gefährdungslage"

von Alexander Dontscheff


Einige Wege und Flächen entlang der Oker stehen unter Wasser. Hier: Brücke unterhalb der Friedrich-Ebert-Straße mit der Schranke und Blick Richtung Groß Stöckheim. Foto: Feuerwehr Wolfenbüttel
Einige Wege und Flächen entlang der Oker stehen unter Wasser. Hier: Brücke unterhalb der Friedrich-Ebert-Straße mit der Schranke und Blick Richtung Groß Stöckheim. Foto: Feuerwehr Wolfenbüttel

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04.01.2018

Wolfenbüttel. Mit Besorgnis beobachten viele Menschen derzeit die Situation an den Flüssen und Zuläufen. Doch wie die Feuerwehr Wolfenbüttel mitteilt, liegt derzeit keine konkrete Gefährdungslage vor. Es wird darum gebeten, von Anfragen nach Sandsäcken abzusehen.



Derzeit sei der Wasserstand an der Oker bei Ohrum stabil. Er betrug um 12 Uhr bei Meldestufe 2 rund 3,24 Meter und fünf Stunden später 3,19 Meter. Selbst bei Erreichen der Meldestufe 3 (3,40 Meter), was nach derzeitiger Prognose unwahrscheinlich ist, droht kein schlimmes Hochwasser, das mit dem im Juli vergleichbar wäre. Einsätze mit vollgelaufenen Kellern habe es bisher nicht gegeben. Einige Wege und Flächen entlang der Oker stünden unter Wasser. Es kämen inzwischen viele Fragen nach Sandsäcken. Wolfenbüttels Stadtbrandmeister Olaf Glaeske erläutert die Situation:

"Die Aufgabe der Feuerwehren ist die Gefahrenabwehr, aktuell liegt aber in Wolfenbüttel noch keine konkrete Gefährdungslage vor, wir beobachten und bewerten die Lage aber natürlich bereits sehr genau. Die Feuerwehr weist aber darauf hin, dass sie keine Sandsäcke an die Bürgerinnen verteilen oder ausgeben kann, da sie die Reserven, die ihr zur Verfügung stehen, im Hochwasserfall für die Gefahrenabwehr selbst zwingend benötigen würde".

Glaeske und seine Stellvertreter Marco Dickhut bitten von Anrufen in der Feuerwache Wolfenbüttel mit der Frage nach Sandsäcken abzusehen und auch nicht in der Integrierten Regionalleitstelle nachzufragen: "Teilweise nutzen einige Anwohner auch den Notruf 112, um zu erfahren, wie sie sich verhalten sollen und ob Sandsäcke zum Abholen bereit stehen. Das ist nicht zweckmäßig und dafür ist der Notruf auch nicht da", geben die beiden zu bedenken. Die Stadt Wolfenbüttel und die Stadtfeuerwehr werden rechtzeitig Informationen zur Situation veröffentlichen.


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