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Feuerwehren aus Meine übten den Ernstfall



Feuerwehren aus Meine übten den Ernstfall

Durch die Übung, an der über 80 Einsatzkräfte teilnahmen, sollten Abläufe optimiert werden.

Die Wehren der Gemeinde Meine traten zur Übung an.
Die Wehren der Gemeinde Meine traten zur Übung an. Foto: Hannes Keihe, Kreisfeuerwehr Gifhorn

Meine. Dichter Qualm kam aus der Scheune eines Resthofes im Eichenweg in Meine. Mehrere Personen werden vermisst, große Mengen an Löschwasser müssen über eine Strecke von mehreren hundert Metern zur Einsatzstelle befördert werden. Das war das Szenario einer groß angelegten Übung am Montagabend in Meine.



Wie die Kreisfeuerwehr Gifhorn am Dienstag berichtet, übten mehr als 80 Einsatzkräfte aus dem Samtgemeindegebiet den Ernstfall. Initiator war der Meiner Ortsbrandmeister Sven Köhler. „Es ist die erste Einsatzübung nach eineinhalb Jahren Corona“, betonte er. „Wir wollen hiermit feststellen, welche Handgriffe wir in den kommenden Wochen und Monaten wieder intensiver üben müssen.“ Gemeinsam mit dem stellvertretenden Samtgemeindeausbildungsleiter Matthias Müller beobachtete er den Übungsverlauf.

Unter schwerem Atemschutz wurde das Gebäude kontrolliert
Unter schwerem Atemschutz wurde das Gebäude kontrolliert Foto: Hannes Keihe, Kreisfeuerwehr Gifhorn


Um 17.34 Uhr erfolgte die Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Meine. Kurz darauf traf der in das Übungsszenario eingeweihte Gemeindebrandmeister Peter Chlebik am Einsatzort ein und ließ den 4. Zug der Samtgemeinde - bestehend aus den Feuerwehren Abbesbüttel, Bechtsbüttel, Wedelheine/ Wedesbüttel und Grassel - nachalarmieren. Die Kräfte der Feuerwehr Meine suchten unter schwerem Atemschutz das Gebäude ab und retteten die drei von Übungspuppen dargestellten Personen aus dem verqualmten Gebäude. Parallel dazu wurde auch die Brandbekämpfung vorgenommen. Die Gesamteinsatzleitung hatte mit Lars Köhler der stellvertretende Ortsbrandmeister von Meine. Unter der Abschnittsleitung von Peter Chlebik baute der 4. Zug eine Wasserversorgung zu einem knapp 500 Meter entfernten Bohrbrunnen auch, über die rund 2.000 Liter Wasser pro Minute gefördert werden konnten. Dazu wurden zwei Leitungen parallel verlegt. Um den Druck auf der langen Wegstrecke aufrecht zu halten, kamen auch zwei Verstärkerpumpen zum Einsatz.




Nach knapp eineinhalb Stunden war das Übungsszenario abgearbeitet, im Feuerwehrhaus Meine gab es eine Nachbesprechung aller eingesetzten Kräfte. Der Gemeindebrandmeister Peter Chlebik und Organisator Sven Köhler zeigten sich mit dem Übungsverlauf sehr zufrieden, alle Übungsziele wurden erreicht. Einen besonderen Dank sprach Köhler der Firma Munte Immobilien aus Braunschweig aus. Die Firma ist Eigentümer des Resthofes und hatte auf Anfrage das Objekt für die Übung zur Verfügung gestellt.


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