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Feuerwehrschläger von Thiede - Kommen sie ungeschoren davon?

von Nino Milizia


Mit diesem Phantombild wurde einer der mutmaßlichen Täter erfolglos gesucht. Archivfoto: Polizei
Mit diesem Phantombild wurde einer der mutmaßlichen Täter erfolglos gesucht. Archivfoto: Polizei

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26.06.2017

Thiede. Es ist nun bald ein halbes Jahr her, dass in der Silvesternacht zwei Männer der Feuerwehr brutal ins Krankenhaus geprügelt wurden. Deutschland reagierte geschockt. Dennoch wurde bis heute keiner der Täter gefasst. Daher erkundigte sich regionalHeute.de bei der Staatsanwaltschaft nach dem aktuellen Ermittlungsstand.



Am Neujahrsmorgen verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer. Zwei Männer der freiwilligen Feuerwehr hatten versucht, mit einem Löschfahrzeug zu einem Einsatz zu eilen. Jedoch hatte eine Gruppe von 40 bis 50 Personen die Ausfahrt blockiert, mit Böllern geworfen und die beiden Männer ins Krankenhaus geprügelt. Vor allem die Kaltblütigkeit, die durch Sätze wie "Der lebt ja noch" unterstrichen wurde, ließen eine Nation wütend zurück. Doch scheint es in diesem Fall keine Gerechtigkeit zu geben. Das veröffentlichte Phantombild eines der mutmaßlichen Täter zeigte nicht den gewünschten Erfolg, sechs Monate gingen ins Land, ohne das ein Ermittlungserfolg zu vermelden war.

Verfahren eingestellt


Daher fragte unsere Redaktion bei der Staatsanwaltschaft nach, ob weiter nach den Schlägern gefahndet wird. Die Antwort von Julia Meyer, der Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig, fiel allerdings ernüchternd aus: "Das Verfahren ist eingestellt worden, da kein verantwortlicher Täter nachweislich ermittelt werden konnte. Ein Geschädigter hat gegen die Einstellung Beschwerde eingelegt. Sollte die Beschwerde nicht zurück genommen werden, wird der Sachverhalt von der Generalstaatsanwaltschaft überprüft werden." Es deutet somit einiges darauf hin, dass die beiden Männer, die lediglich beim Löschen eines Brandes helfen wollten und Opfer blinder Gewalt wurden, keine Gerechtigkeit erfahren werden.

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