Fischer warnt vor Staatszerfall im Iran

Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den laufenden US-Militäreinsatz im Iran scharf kritisiert.

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Anti-Iran-Protest (Archiv)
Anti-Iran-Protest (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Der frühere Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) hat den laufenden US-Militäreinsatz im Iran scharf kritisiert. "Trump hat das nicht zu Ende gedacht", sagte Fischer dem "Handelsblatt". Washington verfolge zwar das Ziel eines Regimewechsels, habe aber keinen Plan für die Zeit danach.


Fischer, der von 1998 bis 2005 als Außenminister der rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder (SPD) amtierte, verglich die Lage mit Libyen. Sollte der Iran in bürgerkriegsähnliche Zustände abgleiten, drohe eine "humanitäre und machtpolitische Großkatastrophe", die auf die gesamte Region des Nahen und Mittleren Ostens ausstrahle.

Zugleich warnte Fischer: Überlebe das Regime den Krieg, werde es "stärker denn je" sein und seine nuklearen Anstrengungen intensivieren.

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