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Flauschig-niedlich: Osterküken im Naturhistorischen Museum



Braunschweig

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Flauschig-niedlich: Osterküken im Naturhistorischen Museum

von Christina Ecker


Auch in diesem Jahr können wieder niedliche Küken im Staatlichen Naturhistorischen Museum bestaunt werden. Fotos/Video: Christina Ecker Foto: Christina Ecker

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Braunschweig. Pünktlich zu Ostern, darf die Osterküken-Aktion im Staatlichen Naturhistorischen Museum natürlich nicht fehlen. Neben einer kleinen Begleitausstellung, können sich Besucher noch bis zum 23. April frisch geschlüpfte Küken ansehen.



Seit dem 21. März kann die21. Generation von Osterkükenbeim Brüten, Schlüpfen und Wachsen beobachtet werden. Dieses Jahrzeigt das Braunschweiger Museum die Rasse "Bielefelder Kennhühner", die in einem elektrischen Schau-Brutapparat ausgebrütet wird. Dieser läuft kontinuierlich mit einer Temperatur von 37 bis 38 Grad Celsius. Doch warum wurde dieses Jahr die Rasse der Kennhühner ausgewählt? „Im letzten Jahr haben wir seltene Rassen gezeigt", so Museumsdirektor Dr. Ulrich Joger, „und in diesem Jahr zeigen wir eben die Bielefelder Kennhühner. Diese Rasse ist zwar nicht ganz so selten, doch zeichnet sie etwas Besonderes aus: Zum einen handelt es sich hier um eine noch recht junge Rasse - es gibt sie erst seit circa 30, 40 Jahren - und zum anderen kann man das Geschlecht der Küken schon am Tage des Schlupfes erkennen." Das liegt an der unterschiedlichen Gefiederfärbung: So weist das Gefieder der Hähnchen eine ockergelbe Färbung mit einem hellbraunen Rückenstreifen auf. Außerdem findet sich ein weißer Sperberfleck auf dem Kopf. Die Hennen hingegen haben ein hellbraunes Gefieder mit einem dunkelbraunen Rückenstreifen und einen wesentlich kleineren Sperberfleck.

Eilige Piepmätze


Weil mit einer Brutzeit von 21 Tagen zu rechnen ist, war der heutige 11. April angedacht, um den Besuchern die ersten Küken präsentieren zu können. Doch hatten es manche Piepmätze besonders eilig, so sei schon am Sonntag das erste Küken geschlüpft, berichtet Joger weiter. Ausinsgesamt 120 Eiern in diesem Jahr, sind bereits um die 25 Küken geschlüpft; wobei auch stets mit einem bestimmten Anteil unbefruchteter Eier zu rechnen ist, weiß der Museumsdirektor.Und weil die kleinen Küken nicht nur für Erwachsene niedlich anzusehen sind, hallen auch aufgeregte Stimmen und Kinderlachen durch den Museumsgang in Richtung Osterküken-Schau. "Heute sind echt viele Kinder da", freut sich Sarah Müller von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Museums.


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Alle zusammengekuschelt: Die ersten Küken der diesjährigen Osterküken-Schau. Die Kleinen erhalten ein spezielles Kükenfutter aus Getreide und weichen Haferflocken. Foto:


Mit dem Eizahn in die Freiheit


Wer sehr gute Ohren hat und nahe genug herankommt an die Abtrennung zwischen Piepmätzchen und Besuchern, der kann hören und sehen, dass die meisten der frisch geschlüpften Vögelchen übrigens nicht minder aufgeregt sind als die Kinder: Siepiepen durcheinander und sitzen dicht gedrängt beisammen. Natürlich brauchen die Kleinen noch viel Wärme und Ruhe, vor allem kurz nach dem Schlupf. Deswegen sind die Küken, die als letztes geschlüpft sind in einem separaten Gehege untergebracht, das - wie jedes Gehege - ebenfalls mit einer Wärmelampe ausgestattet ist. Diese wärmt und trocknet das noch feuchte Gefieder der Kleinen bei38 bis 39 Grad Celsius. Dort können sie auch zunächst zur Ruhe kommen, weil es sehr anstrengend ist, sich ausder Eierschale zu befreien. Vier bis fünf Stunden dauert es, bis sich ein Küken mit Hilfe seines Eizahnes aus der Schale herausgepickt hat. „Danach sind sie total erschöpft und schlafen sehr viel", weiß Joger und verweist auf das separate Gehege, in dem zwei von den drei Piepmätzentatsächlich noch mit feuchtemGefieder sitzen.

Noch bis zum 23. April können sich Besucher die niedlichen Küken im Rahmen der Öffnungszeiten des Staatlichen Naturhistorischen Museums in der Pockelsstraße 10, in Braunschweig, ansehen.


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