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Försterling: Auftrag der Stiftung ausweiten



Wolfenbüttel

Försterling: Auftrag der Stiftung ausweiten


Mit Unverständnis reagiert der Wolfenbütteler FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling auf die Diskussion um die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Foto: Nigel Treblin Foto: Nigel Treblin

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Wolfenbüttel. Mit Unverständnis reagiert der Wolfenbütteler FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling auf die Diskussion um die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz (SBK). Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur hatte auf einen Bericht des Landesrechnungshofs mit der Ankündigung reagiert, die Stiftung stärker zu kontrollieren.

"Das Gegenteil ist notwendig. Der Bericht des Landesrechnungshofs sollte uns Anlass geben den gesetzlichen Auftrag und die Rechtsstellung der Stiftung auszuweiten und zu stärken", so der Freie Demokrat, der von 2009 bis 2014 auch Mitglied im Stiftungsrat der SBK gewesen ist. "Es bleibt festzustellen, dass das Ministerium im Stiftungsrat vertreten ist, der Stiftungsrat vollumfänglich in die Arbeit der Stiftung eingebunden war und die positive Entwicklung der Stiftung stets begleitet hat. Wenn das Ministerium die Stiftung jetzt an die Leine nehmen will, dann muss man kritisch fragen aufgrund welcher Grundlage das Ministerium in der Vergangenheit in der Stiftung mitgearbeitet hat", so Försterling. Er verweist auf ein Interview der Ministeriumsvertreterin im VierViertelKult der Stiftung. Zum einen sei es merkwürdig, dass sich das Ministerium der Kritik an der Veröffentlichung dieses Magazins anschließt, aber selbst dort Interviews gegeben hat. Zudem bringt die Vertreterin dort zum Ausdruck, dass die Stiftung etwas Eigenes sei und keine nachgeordnete Behörde des Kulturministeriums. So wird das breite Angebot der Stiftung dort noch als belebend angepriesen.

Nunmehr wolle man in Hannover aber scheinbar die Eigenständigkeit der Stiftung begrenzen und eine stärkere Rechtsaufsicht ausüben. "Die SBK ist mittlerweile eine Institution im Braunschweiger Land. Wir brauchen mehr Unabhängigkeit, beispielsweise durch die Dienstherreneigenschaft, und keine stärkere Gängelung durch Hannover. Am Ende wird die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz gestärkt aus den Einwänden des Landesrechnungshofs hervorgehen", ist sich Björn Försterling sicher, denn "alle Einwände aus Hannover haben immer zur Stärkung des Braunschweiger Landes beigetragen".


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