Försterling: "Bürger sollen Regionszuschnitt selbst mitbestimmen"


Foto: privat



Region Wolfenbüttel. Erst mischt sich die Landesregierung ein, nun scheint der Neuzuschnitt der Region ein Spiel der Oberbürgermeister zu sein. Nachdem kürzlich mit Frank Klingebiel und Gert Hoffmann die Rathauschefs von Salzgitter und Braunschweig ihre jeweils eigenen Überlegungen zu Fusionen und Aufteilungen zum Besten gegeben haben, mahnt der Wolfenbütteler Politiker Björn Försterling: „Ein Landkreis ist kein Spielball für Oberbürgermeister!“

Der FDP-Kreistagsabgeordnete wirbt erneut dafür, die Bevölkerung bei diesem Neuordnungsprozess mit einzubinden. Das müsse zum Einen durch eine transparente Diskussion geschehen, zum Anderen könnten die Bürger aber auch direkt beteiligt werden. „In Arbeitsgruppen könnte man die Meinung der Bürger herausarbeiten lassen“, schlägt Försterling vor. Auch Bürgerbefragungen hält er für ein geeignetes Mittel.

Wenn sich die kreisfreien Städte zu Lasten des ländlichen Raums die Rosinen herauspickten, sagt der Liberale, würden wirtschaftliche Probleme verschärft anstatt gelöst. Gert Hoffmann etwa fordert, Braunschweig zu stärken – das würde Kraft aus dem Umland abziehen. „Wir müssen die Lebenswirklichkeit der Menschen und nicht der Oberbürgermeister abbilden“, sagt Försterling. Auch die aktuelle Form von Salzgitter sei nicht in Stein gemeißelt. Klingebiel müsse sich darauf vorbereiten, gegebenenfalls nicht nur Teilorte dazuzubekommen, sondern auch abzugeben.


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