Frauenhauskoordinierung will weitere Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt

Die Frauenhauskoordinierung bewertet die Pläne der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Fußfessel für Gewalttäter nach spanischem Modell als nicht ausreichend. "Wer Femizide verhindern will, muss Strukturen verändern - nicht nur einzelne kleine Instrumente ergänzen - die sehr wenigen zugute kommen werden", sagte Geschäftsführerin Sibylle Schreiber der "Rheinischen Post" (Samstag). "Die elektronische Fußfessel kann in Hochrisikofällen ein wichtiges Mittel sein", so Schreiber.

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Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv)
Demonstrantin gegen Gewalt an Frauen (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Berlin. Die Frauenhauskoordinierung bewertet die Pläne der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Fußfessel für Gewalttäter nach spanischem Modell als nicht ausreichend.


"Wer Femizide verhindern will, muss Strukturen verändern - nicht nur einzelne kleine Instrumente ergänzen - die sehr wenigen zugute kommen werden", sagte Geschäftsführerin Sibylle Schreiber der "Rheinischen Post" (Samstag).

"Die elektronische Fußfessel kann in Hochrisikofällen ein wichtiges Mittel sein", so Schreiber. "Aber sie ersetzt weder ein verbindliches, einheitliches Risikomanagement noch eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Fachberatungsstellen und Frauenhäusern. Ohne klare Verfahren, ausreichende Ressourcen und eine verlässliche Finanzierung bleibt Gewaltschutz lückenhaft."

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