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Niedersachsen: Ausstattung von acht Impfzentren wird eingelagert



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Für den Notfall: Ausstattung von acht Impfzentren wird eingelagert

Erstimpfungen werden in den Zentren nur noch bis zum 6. September durchgeführt. Auffrischungsimpfungen sind derzeit nur für Risikopatienten geplant.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

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Niedersachsen. Zum 30. September wird der Betrieb in allen niedersächsisch Impfzentren eingestellt - mancherorts auch schon früher. Doch ganz verschwinden werden die Einrichtungen nicht. Die Ausstattung von insgesamt acht Impfzentren soll eingelagert werden, damit sie im Notfall schnell wieder aufgebaut werden können. Das verrieten Claudia Schröder, stellvertretende Vorsitzende des Corona-Krisenstabes, und Anke Pörksen, Pressesprecherin der Niedersächsischen Staatskanzlei, am heutigen Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz.



Die Ausstattungen würden räumlich über Niedersachsen so verteilt, dass das ganze Land abgedeckt werden könne. Generell plane man aber erst einmal ohne die Impfzentren. Bis zum 6. September würden noch Erstimpfungen mit BionTech und Moderna durchgeführt, danach nur noch Zweitimpfungen und Impfungen mit Johnson & Johnson. Mit letzterem ist kein zweiter Termin notwendig. Dort, wo die Impfzentren bereits eher den Betrieb einstellen, werde die Zweitimpfung durch mobile Impf-Teams gesichert, betonte Claudia Schröder.

Auffrischungsimpfungen nur für Risikogruppen


Noch nichts Neues gibt es in Sachen dritter Impfung, der Auffrischungs- oder Booster-Impfung. Ab Herbst solle diese zunächst bei bei den sehr betagten Menschen oder Schwerkranken durchgeführt werden. Dies solle durch mobile Impfteams in den Heimen oder durch die jeweiligen niedergelassenen Ärzten der Personen geschehen, erklärte Schröder. Darüber hinaus gebe es noch keine gesicherten Erkenntnisse und auch noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission, ab wann eine dritte Impfung Sinn mache. Daher wolle man zunächst die Anstrengungen darauf fokussieren, diejenigen zu impfen, die noch gar nicht geimpft sind.

Und hier gebe es noch genug zu tun. In der Gruppe der Über-60-Jährigen liege die Impfquote bei 88,6 / 85,1. Prozent. Dies sei zwar ein guter Wert, in absoluten Zahlen bedeute dies aber, dass in der gefährdetsten Altersgruppe noch 350.000 Menschen ohne vollständigen Impfschutz seien. Das sich Ungeimpfte sehr wahrscheinlich über kurz oder lang mit Corona infizieren werden, darüber müsse man sich laut Claudia Schröder im Klaren sein. Die Impfung wirke, das zeige die Mortalitätsrate, die in der zweiten Welle von November bis Februar besonders hoch war. In der dritten Welle ab April mit ähnlich hohen Infektionszahlen habe es durch die Impfungen deutlich weniger Tote gegeben.


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