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Gabriel entsetzt über mangelnden Hochwasserschutz

von Frederick Becker


Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sieht den Hochwasserschutz vernachlässigt. Foto/Video. André Ehlers.

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26.08.2017

Wolfenbüttel/Salzgitter/Goslar/Hildesheim. Im Gespräch mit regionalHeute.de geht der SPD-Bundestagsabgeordnete und Außenminister Sigmar Gabriel hart mit den Hochwasserschutzverantwortlichen der Landesregierung ins Gericht. Unterdessen schließen sich drei Landkreise und zwei Städte zu einer Allianz gegen Hochwasser zusammen.



Gabriel verweist im Interview darauf, dass er bereits vor einem Jahrzehnt zusätzliche Hochwasserschutzmaßnahmen für die Ortschaft Rhüden auf den Weg gebracht habe - das habe er zumindest gedacht. Er habe indes feststellen müssen, dass "überhaupt nichts" passiert sei. Mit verantwortlich macht er einen "grünen Minister".


Jetzt gibt es eine neue Entwicklung:Die Landkreise Hildesheim, Goslar und Wolfenbüttel sowie die Städte Hildesheim und Salzgitter gründen gemeinsam eine Allianz zum Schutz gegen Hochwasserschäden. Dazu heißt es von offizieller Seite:

Allianz zum Schutz gegen Hochwasser


"Aufgrund des Hochwassers Ende Juli, bei dem die Innerste und zahlreiche Nebengewässer über die Ufer traten, großflächige Bereiche überschwemmten und große Schäden anrichteten, haben sich die betroffenen Städte und Landkreise darauf geeinigt, noch intensiver im Hochwasserschutz zusammen zu arbeiten."

Das Ziel der Allianz sei es, gemeinsam Maßnahmen abzustimmen, um in dem gesamten Wassereinzugsgebiet der Innerste einen wirksamen Hochwasserschutz zu erreichen. Dies müsse nicht zwangsläufig durch eine neue Talsperre geschehen, sondern könne auch durch mehrere Rückhaltebecken entlang der Innerste und seiner Zuflüsse erfolgen.

"Hierfür werden die Beteiligten kurzfristig ein Büro mit der Erstellung eines Fachgutachtens beauftragen, das noch in diesem Jahr eine Bestandsaufnahme durchführen soll, die bereits von den Beteiligten vorgesehenen Maßnahmen zusammenführen, berechnen und bewerten und bei Bedarf weitere Maßnahmen vorschlagen soll", kündigt der Landkreis Hildesheim in einer Mitteilung an.

"Wir wollen wissen, was notwendig und was möglich ist - und wo", sagt Helfried Basse, zuständiger Dezernent beim Landkreis Hildesheim.Thomas Walter, zuständiger Fachbereichsleiter beim Landkreis Goslar, richtet dabei auch einen Wunsch nach Hannover: „Wir hoffen natürlich, dass auch die zukünftige Landesregierung zu den bisherigen Versprechen steht und sich angemessen bei der Finanzierung des Hochwasserschutzes einbringt.“


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