Galeria-Übernahme: Insolvenzverwalter lässt Verhandlungstermin platzen

Eigentlich sollten gestern erste Gespräche stattfinden. Doch der Galeria-Insolvenzverwalter soll den Termin abgesagt haben.

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Symbolfoto Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Region. Vor knapp zwei Wochen erklärte Galeria-Geschäftsführer Miguel Müllenbach, dass der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof zum zweiten Mal in zwei Jahren ein Schutzschirmverfahren beantragt habe und somit Insolvenz anmeldet. Kurz danach bekundete ein Investor Interesse an einigen Standorten. Nun meldete sich der Interessent, die buero.de Handel AG, zum aktuellen Stand der Verhandlungen selbst zu Wort. Und das klingt zunächst nicht sehr positiv.



Wie die die buero.de Handel AG am heutigen Dienstag in einer Presseinformation erklärt, sei ein zunächst für den gestrigen Montag anberaumter Verhandlungstermin mit der buero.de Handel AG durch den Insolvenzverwalter von Galeria Karstadt Kaufhof GmbH kurzfristig abgesagt worden. Begründet worden sei die Absage mit der fehlenden Bereitschaft von Galeria Karstadt Kaufhof GmbH, eine Vertraulichkeitsvereinbarung abzuschließen.

Uneinigkeit über Vertraulichkeitsvereinbarung


Der Abschluss einer Vertraulichkeitsvereinbarung, mit der beide Parteien Vertraulichkeit über die zu führenden Gespräche vereinbaren sollten, sei von buero.de Handel AG angeregt worden. Die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH habe dann den Entwurf einer Vereinbarung vorgelegt, nach der die buero.de Handel AG einseitig zur Verschwiegenheit verpflichtet werden sollte, heißt es in der Mitteilung weiter.

Die buero.de Handel AG habe darauf hingewiesen, dass sie ihre Konzeption zur Rettung und Übernahme von 47 Standorten nur vorlegen und detailliert vorstellen könne, wenn auch ihr Vertraulichkeit zugesichert würde. Der Insolvenzverwalter habe hierzu bislang keine Bereitschaft gezeigt und sagte den für den für gestern anberaumten Verhandlungstermin kurzfristig ab.


Dies verwundere um so mehr, da der Entwurf der Vereinbarung zur Vertraulichkeit vom Galeria Karstadt Kaufhof stamme und die buero.de Handel AG nur gewünscht habe, beiden Parteien gleichermaßen Vertraulichkeit zu gewähren. Zudem würde es irritieren, dass der Insolvenzverwalter den Entwurf der von Galeria Karstadt Kaufhof stammenden Vertraulichkeitsvereinbarung inhaltlich kritisierte, klärt buero.de Handel AG weiter über den Sachstand der Verhandlungen auf.

Mehr als 5.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel


buero.de Handel AG hoffe daher, dass diese Vorgehen nicht dem Ziel dienen soll, die angestrebten Verhandlungen über die Übernahme von 47 Galeria Karstadt Kaufhof Filiale schon vor ihrem eigentlichen Beginn scheitern zu lassen und wird sich weiter intensiv um die Aufnahme von Verhandlungen bemühen. Buero.de-Vorstandsvorsitzender Markus Schön: „Leichter ist es jetzt nicht geworden, aber wir geben nicht auf. Unser Konzept passt, unsere Finanzkraft ist vorhanden, da darf es nicht an formalen Aspekten scheitern. Schließlich stehen über 5.500 Arbeitsplätze auf dem Spiel, die wir als buero.de gern dauerhaft an den 47 Standorten sichern würden.“


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