Gifhorn. Bereits seit einigen Jahren soll die Braunschweiger Straße saniert werden, doch immer wieder kommt es zu Verzögerungen. Nun wurde der geplante Starttermin erneut verschoben. Was der Grund dafür ist, erläutert die Stadtverwaltung auf ihrer Homepage und macht die Deutsche Bahn für die Verzögerungen verantwortlich.
Wie es dort heißt, sei die Sanierung der Braunschweiger Straße nur möglich, wenn die Deutsche Bahn (DB) im gleichen Zeitraum ihren Bahnübergang Braunschweiger Straße erneuere. Dies sei ursprünglich für das Jahr 2024 zugesagt gewesen, seither verschiebe die DB den Baustart Jahr für Jahr. Neuer Termin sei jetzt 2028. Die Stadt Gifhorn sei daher gezwungen, auch ihren Zeitplan jeweils um ein weiteres Jahr zu verschieben. Das betreffe nicht nur die Braunschweiger Straße, sondern auch die Winkler Straße.
Deshalb ist auch die Winkler Straße betroffen
Die Winkler Straße sei während der Bauzeit in der Braunschweiger Straße als Umleitungsstrecke vorgesehen. Deshalb könne die Stadt nicht die Braunschweiger Straße sanieren und gleichzeitig auf der Umleitungsstrecke die Asphaltdecke erneuern. Somit verschiebe sich auch die Deckenerneuerung der Winkeler Straße um ein weiteres Jahr. Auch ein Vorziehen des Projekts Winkler Straße sei laut Stadtverwaltung nicht möglich, denn man brauche rund ein Jahr Vorlaufzeit für eine solche Maßnahme. Im Vorfeld einer Asphaltdeckenerneuerung müssten Ver- und Entsorger ihre Leitungen untersuchen und gegebenenfalls Reparatur- beziehungsweise Erneuerungsmaßnahmen vornehmen. Außerdem müssten Baugrunduntersuchungen, Vermessungsarbeiten sowie Planungen vorgenommen werden.
So soll es weitergehen
Bleibe die DB bei ihrem Zeitplan, beginne die Stadt 2027 mit dem Ausbau der Braunschweiger Straße von der Bergstraße bis zum Bahnübergang. 2028 sollen dann die Bauarbeiten im Abschnitt Bahnübergang bis Schillerplatz beginnen. Die Deckenerneuerung in der Winkler Straße sei demnach gar erst für das Jahr 2029 vorgesehen. Wie sich die Deutsche Bahn zu den Vorwürfen der Stadt Gifhorn positioniert, ist nicht bekannt – auf eine Anfrage der Redaktion reagierte das Unternehmen bislang nicht.

