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Gelder von Kunden veruntreut: 69-Jähriger kommt vor Gericht



Wolfenbüttel

Gelder von Kunden veruntreut: 69-Jähriger kommt vor Gericht

von Anke Donner


In der kommenden Woche wird der Prozess gegen eine Mann eröffnet, der Gelder veruntreut haben soll. Symbolfoto: Anke Donner
In der kommenden Woche wird der Prozess gegen eine Mann eröffnet, der Gelder veruntreut haben soll. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Wolfenbüttel. Vor dem Braunschweiger Landgericht beginnt am 14. August der Prozess gegen einen 69-Jährigen. Dem Mann wird Untreue, Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen. Er soll zwischen Juni 2005 und April 2017 unter anderem in Wolfenbüttel und Börßum 32 Straftaten begangen haben.



Wie das Landgericht mitteilte, war derAngeklagte als Handelsvertreter Hauptbezirksleiter einer Bausparkasse in Wolfenbüttel gewesen. Im Zeitraum 2005 bis 2015 habe er laut Gericht zur Begleichung von Steuerschulden und Ähnlichem Finanzmittel benötigt. In Beratungsgesprächen sei es ihm gelungen, sich von einigen Kunden blankogezeichnete Erklärungen für angebliche Darlehensaufnahmen, Umschuldungen und Geldanlagen zu verschaffen, mit denen er anschließend die vorhandenen Bausparguthaben aufgelöste. Das Geld habe er sich oder Dritten von der Wüstenrot AG überweisen lassen. Teilweise habe er das von ihm treuhänderisch zu verwaltende Geld nicht weitergeleitet, sondern für sich verbraucht. Gegenüber den Kunden habe er beispielsweise geäußert, er habe eine gewinnbringende Geldanlage für das Kapital mit einem günstigen Anlagezins von vier Prozent pro anno.

Auf die abredewidrig aufgenommenen Darlehen habe er über eigene Konten Zins- und Tilgungsleistungen erbracht, so dass dieses von den Kunden unbemerkt geblieben sei. Insgesamt habe er dabei mindestens einen Vermögensschaden in Höhe von etwa 760.000 Euro verursacht. Ferner soll der Angeklagte zur Absicherung von Grundschulden Blankoerklärungen von Kunden verwendet oder eigenhändig gefälschte Erklärungen verfasst haben. Die insoweit - für die Kunden - entstandene Vermögensgefährdung soll insgesamt etwa 150.000 Euro betragen.


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