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Generation Ü65 wächst: IG BAU warnt vor Mangel an Seniorenwohnungen

Die IG BAU setzt sich für die Schaffung seniorengerechter Wohnungen ein.

Barrierefreie Dusche: Mit Blick auf den demografischen Wandel fordert die IG BAU mehr Anstrengungen beim altersgerechten Bauen und Sanieren.
Barrierefreie Dusche: Mit Blick auf den demografischen Wandel fordert die IG BAU mehr Anstrengungen beim altersgerechten Bauen und Sanieren. Foto: IG BAU

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28.12.2020

Region. Immer mehr Senioren – aber auch genug altersgerechter Wohnraum? Die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, wächst weiter. Daher fordert die IG BAU in einer Pressemitteilung mehr Anstrengungen bei der Schaffung seniorengerechter Wohnungen. Dies bedeutet Lift statt Treppe, breitere Türen für Rollator und Rollstuhl und barrierefreie Duschen.



Dieter Großmann, der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nord-Ost-Niedersachsen spricht von einer „demografischen Notwendigkeit“. Es müssten nicht nur zusätzliche Seniorenwohnungen neu gebaut werden. Auch bei der altersgerechten Sanierung bestehender Wohnungen sei der Nachholbedarf groß. „Wenn die Rentner-Generation nicht stärker berücksichtigt wird, droht vielerorts schon in einigen Jahren eine graue Wohnungsnot“, betont Großmann. Dieses Problem werde bereits jetzt durch die Corona-Pandemie verschärft, weil gerade ältere Menschen einen Großteil des Tages zuhause verbringen müssten. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) biete mit ihrem Programm „Altersgerecht Umbauen“ zwar Zuschüsse und Kredite. Das Fördervolumen von 150 Millionen Euro in diesem Jahr reiche aber nicht aus, kritisiert die IG BAU. Der Bund müsse die Förderung mindestens verdoppeln, um das Senioren-Wohnen voranzubringen. Danach sehe es derzeit allerdings nicht aus: Laut Haushaltsplan stehen für die altersgerechten Sanierung im nächsten Jahr nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung.

So ist die Lage in der Region


Im Landkreis Gifhorn könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 50.500 anwachsen – das seien 46 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 29 Prozent (2017: 20 Prozent). Auch im Landkreis Wolfenbüttel sehen die Zahlen ähnlich aus. Hier könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 34.500 anwachsen – das seien 22 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 31 Prozent (2017: 23 Prozent).

Einen geringeren Anstieg habe der Landkreis Goslar zu verzeichnen. Dort könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 40.600 anwachsen. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 34 Prozent (2017: 27 Prozent), während in Braunschweig die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 59.400 anwachsen könnte – das seien 14 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 23 Prozent.

Im Landkreis Helmstedt könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 25.200 anwachsen – das seien 18 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 29 Prozent (2017: 23 Prozent) und im Landkreis Peine könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 37.000 anwachsen – das seien 30 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 28 Prozent (2017: 21 Prozent).


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