Peine

Gesundheitsamt bietet Impfberatung für Schüler an

Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kitas, gehen von Infektionskrankheiten besondere Gefahren aus.

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Symbolfoto Foto: Pixabay

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11.09.2020

Peine. Für die Schüler der siebten Jahrgangsstufe bietet der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Landkreises Peine auch in diesem Jahr die bewährte kostenfreie Impfberatung an.


In Kooperation mit den weiterführenden Schulen werden die Impfausweise bis zum 18. September eingesammelt. Die Rückgabe erfolgt noch vor den Herbstferien. „Die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes erfassen den Impfstatus und geben für jeden Schüler individuelle Informationen und Empfehlungen. Die Jugendlichen sollten das kostenfreie Angebot der Krankenkassen nutzen und sich vom Hausarzt impfen lassen“, erklärt Dr. Bettina Kiessling-Klamka vom Kinder- und Jugendärztlichen Dienst des Landkreises Peine.

Grundlage für die Beratung sind die allgemeinen deutschen Impfempfehlungen der ständigen Impfkommission (STIKO), die im August aktualisiert wurden. Gerade in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kitas, gehen von Infektionskrankheiten besondere Gefahren aus. Durch die engen Kontakte der Menschen kommt es zu einer raschen Ansteckung und Verbreitung von Krankheitserregern.

Kenntnisse der Durchimpfungsraten sind wichtig für die Einschätzung der Gefährdung bei Krankheitsausbrüchen, denn dann sind zum Schutz der Bevölkerung weitergehende Maßnahmen durch das Gesundheitsamt erforderlich. „Daher sollten auch die Lehrkräfte dazu motivieren, dass möglichst alle Schüler das Angebot nutzen, um den Impfschutz zu kennen und zu verbessern“, betont Dr. Bettina Kiessling-Klamka.

Für den gesetzlich geforderten Nachweis des Masernimpfschutzes erhalten die teilnehmenden Schüler eine gesonderte kostenfreie Bescheinigung, die sie in den Schulen vorlegen können. Schutzimpfungen sind die wirksamsten und sichersten Vorsorgemaßnahmen gegen ansteckende Krankheiten. Sie bieten nicht nur dem Einzelnen Schutz, sondern haben auch den solidarischen Effekt, dass bei hohen Durchimpfungsraten die Ausbreitung der Krankheitserreger in der Gesamtbevölkerung gestoppt und damit besonders gefährdete Mitmenschen geschützt werden.

„Viele Kinder werden in Deutschland im Kleinkindalter entsprechend der allgemeinen Empfehlungen geimpft. Für die Altersgruppe der 9 bis 16-jährigen sind Auffrischungsimpfungen nötig, um den Impfschutz aus der Kleinkindzeit aufrecht zu erhalten“, erläutert Dr. Kiessling-Klamka.


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