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Gewaltprävention für Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter


Symbolbild.  Foto: pixabay (Public Domain)
Symbolbild. Foto: pixabay (Public Domain) Foto: pixabay

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22.11.2016

Peine. Der Jugendschutz des Jugendamtes im Landkreis Peine bot eine zweitägige Fortbildung unter dem Motto "Gewaltprävention in der Schule – aber wie?" für Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter von Grundschulen, aber auch weiterführenden Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet.


Auch wenn derzeit keine Gewalttat, wie ein Amoklauf an einer Schule, die Öffentlichkeit bewege, der Druck auf die Pädagogen in der Schule wachse stetig. Immer mehr Kinder und Jugendliche würden Verhaltensweisen entwickeln, die einen reibungslosen Unterricht erschweren. Störungen und Konflikte seien dadurch vorprogrammiert. „Um darauf reagieren zu können, fehlen den Lehrkräften häufig das pädagogische Handwerkszeug, die zeitlichen Ressourcen und Möglichkeiten der Reflexion“, beobachtete Heike Kubow vom Kinder- und Jugendschutz, „umso wichtiger ist es, Angebote zu schaffen, die wirklich praxisorientiert sind.“ Als Referentin für die Fortbildung konnte Kerstin Rehage aus Hannover gewonnen werden.
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Die Referentin Kerstin Rehage. Foto: Landkreis Peine

Rehage ist Diplom-Pädagogin, Deeskalationstrainerin, systemische Beraterin und Supervisorin. Sie besitzt große Erfahrung in der gewaltpräventiven Arbeit mit Schulklassen und führt Antiaggressivitätstrainings für gewalttätige Jugendliche - bekannt auch als AAT - durch. Das Besondere an der Veranstaltung war, dass es kein steifes Fortbildungskonzept gab. Die Teilnehmer konnten die Themen nach Interessenslage selbstbestimmen. Heraus kam ein Potpourri aus theoretischen Grundlagen und neuen methodischen Ansätzen und Konzepten. Praktische Übungen für den Einsatz im Schulunterricht lockerten die Fortbildung auf. Reflektiert wurden auch die eigenen Erfahrungen der Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter. Fragestellungen wie beispielsweise "Was ist hilfreich im Umgang mit stressigen Situationen?" und "Wann ist die eigene Kompetenz ausgereizt?" wurden erörtert. „Die Fortbildung war für alle Beteiligten eine wirkliche Bereicherung“, resümiert die Jugendschützerin Heike Kubow, „wir werden Kerstin Rehage im nächsten Jahr wieder nach Peine einladen.“


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