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Gewerbegebiet statt Landschaftsschutzgebiet?



Braunschweig | Helmstedt | Wolfsburg

Gewerbegebiet statt Landschaftsschutzgebiet?

von Alexander Panknin


Das Landschaftsschutzgebiet "Mittlere Schunter" soll wegen seiner günstigen Anbindung an die A2 zum Gewerbe- und Industriegebiet werden. Foto: Alexander Panknin
Das Landschaftsschutzgebiet "Mittlere Schunter" soll wegen seiner günstigen Anbindung an die A2 zum Gewerbe- und Industriegebiet werden. Foto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

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Region. Königslutter am Elm und Wolfsburg wollen die regionale Wirtschaftsstruktur fördern. Dafür ist ein interkommunales Gewerbegebiet im Bereich "Mittlere Schunter" geplant. Dafür muss allerdings ein Teil des Landschaftsschutzgebietes für den Bau aufgelöst werden.



Mit einem Schreibenaus dem Februar letzten Jahres beantragt die Stadt Königslutter die Freigabeeinesunter Landschaftsschutz stehenden Bereiches für weitere Bauvorhaben. Der Bedarf, die regionale Wirtschaftsstrukturzu fördern, würde dies erforderlich machen. Es handle sich dabei um eine logistisch günstig gelegene Fläche, das Areal liegt nordöstlich der Autobahnanschlussstelle "A2 Königslutter/Ochsendorf" und habe somit eine gute Verkehrsanbindung.

Eingriff in die Natur


Da die geplanten Änderungen gegen mehrere Verbote der Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich der Gemarkung Lehre, Stadt Königslutter, Samtgemeinde Nord-Elm, Grasleben und der Stadt Wolfsburg verstoßen, musste eine förmliches Beteiligungsverfahren eingeleitet werden. Es wurden in diesem Zuge 21 externe Träger, 14 Naturschutzstellen und zwölfweitere Institutionen beteiligt.

Pufferzone zum Wald


Kritik hinsichtlich der Pläne wurde hauptsächlich gegen die Nähe zum dort befindlichen Wald erhoben. Deswegen beinhaltete der Großteil der Stellungnahmen, die Forderung zur Einhaltung einer angemessenen Pufferzone.

Weiterhin soll ein Teilbereich des Waldes, für welchen es keine Nutzungsabsichten gibt, in das Schutzgebiet "Mittlere Schunter" übernommen werden.

Am 6. September wird der Vorschlag im Kreistag weiter behandelt. Ob es einen gemeinsamen Konsens geben wird, bleibt indes abzuwarten.


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