Braunschweiger Straße: Das sagt die Bahn zum verzögerten Umbau

Die wichtige Verkehrsader in Gifhorn soll saniert werden, doch ein Baubeginn ist auch von der Deutschen Bahn abhängig. Diese hat sich nun zu dem Projekt geäußert.

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Archivbild | Foto: Alexander Dontscheff

Gifhorn. Die geplante Sanierung der Braunschweiger Straße verzögert sich. Das sorgt vor allem bei der Stadt Gifhorn für Unmut – denn diese macht die Deutsche Bahn (DB) für das ins Stocken geratene Vorhaben verantwortlich. regionalHeute.de berichtete. Nun hat sich auf Anfrage der Redaktion die DB zu der Thematik geäußert.



Bereits im vergangenen Monat hatte die Stadtverwaltung auf ihrer Website berichtet, dass die Sanierung der Braunschweiger Straße nur möglich sei, wenn die DB zeitgleich den dortigen Bahnübergang erneuere. Ursprünglich sei dies für das Jahr 2024 zugesagt gewesen, seither verschiebe die DB den Baustart Jahr für Jahr. Ein neuer Termin sei nun für das Jahr 2028 anberaumt worden. Die Stadt Gifhorn sei daher gezwungen, auch ihren Zeitplan jeweils um ein weiteres Jahr zu verschieben.

So äußert sich die Bahn


Wie eine Sprecherin der DB auf Anfrage von regionalHeute.de mitteilt, sei die Erneuerung des Bahnübergangs Braunschweiger Straße Bestandteil der Streckenertüchtigung zwischen Braunschweig und Wieren (Landkreis Uelzen). Dieses Gesamtprojekt umfasse neben dem Bahnübergang unter anderem auch die Erneuerung des Stellwerks im Bahnhof Gifhorn-Stadt. Das Planrecht für die Streckenertüchtigung habe man im vergangenen November erhalten. Aufgrund technischer Abhängigkeiten müssen die Arbeiten am Bahnübergang im Kontext der Gesamtmaßnahme erfolgen. Es handele sich daher nicht um eine isolierte Einzelmaßnahme.

Komplexes Projekt


Das Projekt sei umfangreich und komplex und befinde sich derzeit in einer frühen Planungsphase. Die Ausführungsplanung solle voraussichtlich Ende 2026 beziehungsweise Anfang 2027 beginnen. Erst danach könne eine detaillierte Bauausführung vorbereitet werden. Die parallele Sanierung der Straße im Zuge des Umbaus des Bahnübergangs sei auch aus Synergiegründen sinnvoll, da gemeinsame Bauphasen, Straßensperrungen und Umleitungsverkehre genutzt werden könnten. Darüber hinaus bestünden organisatorische, gestalterische sowie weitere technische Erfordernisse, insbesondere die Abstimmung der Ausführungspläne hinsichtlich Straßenführung, Entwässerung und anderer infrastruktureller Aspekte.

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