Brand in der Tischlerei: Deswegen war die Feuerwehr im Einsatz

Ein Holzlager brannte, sechs Personen mussten gerettet werden – so das Szenario bei dieser realitätsnahen Übung.

Ein brennendes Holzlager beschäftigte die Freiwillige Feuerwehr Meinersen.
Ein brennendes Holzlager beschäftigte die Freiwillige Feuerwehr Meinersen. | Foto: Timm Bußmann/Feuerwehr der Samtgemeinde Meinersen

Ohof. Am gestrigen Freitag wurden um 17:13 Uhr mehrere Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Meinersen zu einer Einsatzübung nach Ohof alarmiert. Das angenommene Szenario: Brand im Holzlager der alten Tischlerei in Ohof, zwei vermisste Personen, mutmaßlich ausgelöst durch einen defekten Ofen.



Das berichtet Timm Bußmann von der Pressestelle der Feuerwehr der Samtgemeinde Meinersen in einer Pressemitteilung. Demnach stellte sich beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Ohof die Lage deutlich dramatischer dar als zunächst gemeldet: Statt der ursprünglich angenommenen zwei Personen galten nun sechs Personen als vermisst. Zudem drang dichter Rauch aus der gesamten Tischlerei.

Intensive Suche: Personen gerettet


Umgehend wurde die Menschenrettung unter Atemschutz eingeleitet. Insgesamt gingen sieben Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor, um die vermissten Personen zu suchen und zu retten.

Nach rund einer Stunde intensiver Suche konnten alle sechs vermissten Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Parallel zur Menschenrettung wurde die Brandbekämpfung im Innen- und Außenangriff durchgeführt sowie eine umfassende Belüftung des Gebäudes vorbereitet.

Die Feuerwehrleute übten, Personen zu retten.
Die Feuerwehrleute übten, Personen zu retten. Foto: Timm Bußmann/Feuerwehr der Samtgemeinde Meinersen



Hohe Anforderungen


Die Übung stellte hohe Anforderungen an die eingesetzten Kräfte: Enge Raumverhältnisse, starke Rauchentwicklung und die Koordination mehrerer Atemschutztrupps verlangten ein strukturiertes und professionelles Vorgehen. Unter der Einsatzleitung von Sascha Prauße, stellvertretender Ortsbrandmeister von Ohof, waren insgesamt rund 60 Einsatzkräfte vor Ort. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Ohof, Seershausen, Meinersen und Leiferde sowie der Einsatzleitwagen (ELW) aus Ahnsen.

Geplant hatten die Übung Ortsbrandmeister Rene Heuer und Benjamin Koch, Atemschutzgerätewart. Ziel war es, insbesondere die Zusammenarbeit mehrerer Ortsfeuerwehren sowie den Einsatz mehrerer Atemschutztrupps unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren. Die Übungsleitung zeigte sich zufrieden mit dem Ablauf. Die Kommunikation zwischen den Einheiten, die strukturierte Menschenrettung sowie die Einsatzdokumentation im ELW funktionierten reibungslos.

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