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"Die Region hat kein Image" - BraWo-Chef für besseres Regionalmarketing



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"Die Region hat kein Image" - BraWo-Chef für besseres Regionalmarketing

Um fehlende Fachkräfte in unsere Region zu holen, müsse das Regionalmarketing besser werden. Das bekämen andere besser hin, sagt der Vorstandsvorsitzende der Volksbank BraWo.

von Werner Heise


Jürgen Brinkmann (links), Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo, im Gespräch mit regionalHeute.de-Chefredakteur Werner Heise. Foto: regionalHeute.de / Video: regionalHeute.de

Region. Fachkräfte in unsere Region zu holen, sei gar nicht so einfach, sagt der Vorstandsvorsitzende der Volksbank BraWo, Jürgen Brinkmann, im Gespräch mit regionalHeute.de. Es mangele am nicht vorhandenen Image. "Wenn man nicht weiß, was für Vorteile in der Region vorhanden sind, dann bewirbt man sich da auch nicht", so Brinkmann, der ein besseres Regionalmarketing als Schlüssel im Kampf gegen den Fachkräftemangel vor Ort sieht.



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"Wenn ich auf Stellenportalen bin und ich habe fünfmal den Ingenieursberuf und da steht dann Hamburg, dann weiß ich was das ist. Da steht Berlin, das weiß ich auch, was da ist. Und wenn dann da Braunschweig steht und ich weiß nicht mal wo das liegt und geschweige denn was gibt es da für Vorteile - oder Wolfenbüttel, dann weiß ich vielleicht noch das es Jägermeister da gibt, aber dann wird es auch schon ganz dünn - da müssen wir unbedingt mehr für tun", sagt der BraWo-Chef im Gespräch mit regionalHeute.de-Chefredakteur Werner Heise. Andere Metropolregionen in Deutschland seien viel aktiver in ihrer Selbstvermarktung. "Da wissen die Menschen, wenn ich da hinziehe, was mich erwartet und das wissen sie bei uns nicht", so Brinkmann.



Wir haben kein schlechtes Image, wir haben einfach keins. Und das ist nicht gut.

- Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender Volksbank BraWo




Mit der "Allianz für die Region", bei der die Volksbank BraWo zweitgrößter Gesellschafter und Geldgeber ist, habe man das richtige Instrument, um Regionalmarketing zu betreiben, ist sich der BraWo-Chef sicher. "Aber ich würde mir durchaus wünschen, dass insbesondere die Kommunen sich in einem ganz anderen Umfang da engagieren", sagt Brinkmann.

Ein Name für die Region


Über die Vermarktung und hier vor allem den Namen unserer Region ist in den letzten Monaten wieder einmal eine große Debatte entstanden. So forderte unter anderem der Präsident der Industrie- und Handelskammer Braunschweig beim Sommerempfang seiner Kammer, dass ein Name gefunden werden müsse. An Vorschlägen von unterschiedlichster Seite mangelt es nicht. Ob Ostfalen oder "Battery Valley", in Anspielung auf das neue Batteriezellwerk von Volkswagen in Salzgitter. Auch hier hat Jürgen Brinkmann eine klare Vorstellung: "Der beste Name ist markenrechtlich geschützt", sagt er und steht damit für die Region BraWo ein. Die Menschen in der Region wüssten wenigstens, was damit gemeint sei.

Das Gespräch zum Thema Fachkräftemangel und Regionalmarketing sehen sie im oben angezeigten Video. Das gesamte Gespräch zwischen Jürgen Brinkmann und regionalHeute.de-Chefredakteur Werner Heise sehen Sie in voller Länge in unserem Artikel "BraWo-Chef: 'Mit Geld kann man auf Dauer kein Geld mehr verdienen'".


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