Gifhorn. Trotz frostiger Bedingungen zog es auch Ende Januar wieder zahlreiche Wasserfreunde in die Donau. Das Neuburger Donauschwimmen, Europas größte Winter-Schwimmveranstaltung, lockte erneut tausende Zuschauerinnen und Zuschauer an das Flussufer. Rund 2.000 Teilnehmer aus Deutschland und ganz Europa sprangen in die eisigen Fluten, um Teil dieses besonderen Spektakels zu sein. Unter ihnen war auch die Wasserwacht der Bereitschaft Gifhorn, die mit insgesamt zwölf Schwimmerinnen und Schwimmern vertreten war.
Die Gruppe meisterte die rund vier Kilometer lange Strecke von der Staustufe Bittenbrunn bis zum Ruderclub Neuburg – begleitet von der eindrucksvollen Renaissancekulisse der Altstadt. Viele Teilnehmende des Events wagten sich bunt kostümiert oder auf fantasievollen Wassergefährten in die Donau, was das Donauschwimmen jedes Jahr zu einem farbenfrohen Hingucker macht.
Gemeinschaft im Mittelpunkt
Neben der sportlichen Herausforderung stand auch die Gemeinschaft im Mittelpunkt. Die Gifhorner Wasserwacht verbrachte das Wochenende gemeinsam in Neuburg, erkundete die Altstadt, genoss ein gemeinsames Abendessen und übernachtete – traditionsgemäß – in einer Turnhalle auf Feldbetten. Ein besonderes Highlight bildete der festliche Abschlussball, bei dem die Teilnehmenden in kreativen Kostümen zusammenkamen und das ereignisreiche Wochenende ausklingen ließen.
Was 1970 als spontaner Eistest von acht Wasserwachtmitgliedern aus Neuburg begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem europaweit beliebten Großereignis entwickelt.
Die Wasserwacht der Bereitschaft Gifhorn
Die Wasserwacht der Bereitschaft Gifhorn ist fester Bestandteil des Katastrophenschutzes und stellt eine professionelle Wasserrettungsgruppe. Hier engagieren sich speziell ausgebildete Wasserretter sowie Einsatztaucher, die regelmäßig zu Einsätzen im gesamten Landkreis Gifhorn – und darüber hinaus – alarmiert werden. Die Einsatzlage reicht von Notfällen an Seen, Flüssen und Kanälen bis hin zu überregionalen Unterstützungsanfragen.
Eine enge sowie verlässliche Zusammenarbeit mit anderen Organisationen spielt dabei eine wichtige Rolle: Dazu zählen unter anderem die DRK-Wasserwachten, die DLRG, die Feuerwehren sowie der Tauchsportclub Hibaru.

