Gifhorn. Erstmals fördern die drei LEADER-Regionen Isenhagener Land, Südkreis Gifhorn und Lachte-Lutter-Oker gemeinsam ein Infrastrukturprojekt. Durch diese Kooperation konnte der Landkreis Gifhorn im gesamten Kreisgebiet neue Informationstafeln zum touristischen Radwegenetz aufstellen und zusätzliche Rastmöglichkeiten für Radfahrerinnen und Radfahrer schaffen. Das geht aus einer Presseinformation des Landkreises Gifhorn hervor.
LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur Stärkung ländlicher Räume. Lokale Aktionsgruppen, in denen Kommunen und Vertreter der Wirtschaft und Zivilgesellschaft vertreten sind, entscheiden dabei über die Förderung von innovativen Projekten zur nachhaltigen Entwicklung der Region.
Bessere Orientierung im Radwegenetz
Im Rahmen dieses Projektes installierte der Landkreis 34 Informationstafeln mit einer Übersicht des Radwegenetzes. Neun weitere Tafeln stellen einzelne Thementouren detailliert vor. Zusätzlich stellte der Landkreis entlang des Elbe-Seitenkanals und des Mittellandkanals 19 neue Sitzbänke auf. Das Projekt verbessert die Orientierung im Radwegenetz und macht das Radfahren in der Region noch attraktiver – für Gäste ebenso wie für die Menschen im Landkreis.
Die neuen Informationstafeln zeigen das touristische Radwegenetz im Landkreis Gifhorn übersichtlich und verständlich. Sie stellen ausgewiesene Thementouren dar und erklären das landkreisweite Knotenpunktsystem mit dem Ziel, das Radwegenetz sowohl für Einheimische als auch für Gäste noch attraktiver zu gestalten.
Der Landkreis stellte die Tafeln unter anderem an Bahnhöfen, an Übergängen zu benachbarten Landkreisen sowie an touristisch bedeutsamen Orten wie dem Internationalen Mühlenmuseum, dem Otter-Zentrum, dem Tankumsee oder dem Heiligen Hain auf. Die zusätzlichen Tafeln zu ausgewählten Thementouren – etwa der Mühlen-Tour oder der Heide- Tour – laden dazu ein, die landschaftliche Vielfalt des Landkreises mit dem Fahrrad zu entdecken.
Kooperation als Motor der Regionalentwicklung
„Der Landkreis Gifhorn investiert seit Jahren gezielt in ein leistungsfähiges und qualitativ hochwertiges Radwegenetz“, erläutert Landrat Philipp Raulfs. „Dass alle drei LEADER- Regionen dieses Projekt gemeinsam fördern, zeigt deutlich, welches Potenzial in der regionalen Zusammenarbeit steckt.“
Auch aus touristischer Sicht setze das Projekt wichtige Impulse. „Für Radtouristinnen und Radtouristen entsteht ein stimmiges Gesamtangebot aus gut ausgeschilderten Wegen, übersichtlichen Informationen und digitalen Planungsmöglichkeiten“, betont Jörn Pache, Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Südheide Gifhorn GmbH. „Die neuen Informationstafeln machen Lust, die Region zu entdecken und Sehenswürdigkeiten miteinander zu verbinden.“
Barrierefrei und digital zugänglich
Bei der Gestaltung der Informationstafeln hätten die Verantwortlichen großen Wert auf Nutzerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und Digitalisierung gelegt. Gut lesbare Schriftarten, hohe Kontraste und matte Oberflächen würden die Nutzung erleichtern. Über integrierte QR-Codes können Radfahrerinnen und Radfahrer zusätzliche digitale Informationen zu den Thementouren abrufen, Inhalte vergrößern oder sich Texte per Audiofunktion vorlesen lassen.
Teil einer langfristigen Radstrategie
Das Projekt ist Teil der langfristigen Entwicklung der touristischen Radinfrastruktur im Landkreis Gifhorn. Seit 2020 baut der Landkreis das Radwegenetz systematisch aus und verbessert seine Qualität – von der Netzentwicklung über Instandsetzungen und eine neue Beschilderung bis hin zur Einführung eines landkreisweiten Knotenpunktsystems mit rund 400 Knotenpunkten.
Mit der gemeinsamen Förderung würden die drei LEADER-Regionen zugleich ein starkes Signal für die zukünftige Zusammenarbeit in der Regionalentwicklung setzen. Das Projekt zeige, wie Kooperation über Regionsgrenzen hinweg nachhaltige Infrastruktur und attraktive Angebote für Einheimische und Gäste schafft, heißt es abschließend.

