Etwa 100 Personen streikten am Klinikum Gifhorn

Ziel der gewerkschaftlich Aktiven war es, Druck zu machen für ihre Forderung nach unter anderem einer Lohnsteigerung von 15 Prozent.

Etwa 100 Personen nahmen teil.
Etwa 100 Personen nahmen teil. Foto: ver.di

Gifhorn. Am Tag der Pflege am heutigen Donnerstag streikten in ganz Niedersachsen Beschäftigte an Helios Kliniken, die unter sogenannte Haustarifverträge fallen. Am Klinikum Gifhorn beteiligten sich laut ver.di 100 Kollegen am Streik und kamen sowohl zu einer kurzen Kundgebung als auch zu einer darauffolgenden Streikkonferenz zusammen. Das berichtet ver.di in einer Pressemitteilung.


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Ziel der gewerkschaftlich Aktiven war es, Druck zu machen für ihre Forderung nach unter anderem einer Lohnsteigerung von 15 Prozent. Nach Auskunft von ver.di habe der Konzern bislang nur geringe Lohnsteigerungen angeboten, die laut ver.di auch zusammen addiert nicht mal die aktuelle Preissteigerung ausgleichen - und daher einen Reallohnverlust bedeuten würden. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16. Mai statt.

"Echte Wertschätzung statt Almosen"


Von der hohen Streikteilnahme zeigte sich die Gewerkschaft beeindruckt. „Angesichts der Tatsache, dass wir durch die extrem dünne Personaldecke und den Notdienst kaum Kollegen zum Streik rausholen konnten, waren wir von der Teilnehmendenzahl überwältigt! Sie zeigt, wie sehr die Beschäftigten eine echte Wertschätzung seitens des Konzerns erwarten, statt die angebotenen Almosen. Wenn der Helios-Konzern nicht deutlich nachbessert, werden wir weiter streiken, dann aber nicht nur einen Tag“, so Jan Seiler, Mitglied der Streikleitung in Gifhorn.

„Unsere Geduld ist am Ende: Helios macht satte Gewinne und schüttet diese an die Aktionäre aus. Zudem wird doch ein Großteil unserer Forderungen direkt von den Krankenkassen refinanziert. Wir halten es daher für unverantwortlich, dass der Helios-Konzern uns mit Almosen abspeisen will“, ergänzt Nicole Blass, ebenfalls Mitglied der Streikleitung in Gifhorn.


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