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ver.di kündigt Warnstreiks an Helios-Kliniken Gifhorn und Salzgitter an



Für mehr Lohn: ver.di kündigt Warnstreiks an Helios-Kliniken an

ver.di fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 15 Prozent und 200 Euro mehr für Auszubildende.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Sina Rühland

Salzgitter/Gifhorn. Vor der dritten Verhandlungsrunde ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am morgigen Donnerstag, dem Internationalen Tag der Pflege, zu einem ganztägigen Warnstreik an 8 Helios-Kliniken in Niedersachsen auf. Wie die Gewerkschaft am heutigen Mittwoch in einer Presseerklärung mitteilt, sollen dazu Kundgebungen und Demonstrationen stattfinden.



In Salzgitter findet ab 8:30 Uhr die Kundgebung vor dem Klinikum statt, schließend soll es eine Demonstration geben. In Gifhorn findet die Kundgebung vor dem Klinikum um 10 Uhr statt, anschließend soll es auch hier eine Demonstration geben.

Die Streiks seien laut ver.di notwendig, weil die Forderungen der Beschäftigten von 15 Prozent mehr Lohn in 12 Monaten und dem Angebot der Arbeitgeberseite von 4,6 Prozent in 24 Monaten kaum weiter auseinanderklaffen könnten. „Dieses Angebot ist schlicht kacke und ein Schlag ins Gesicht von uns Beschäftigten. Wir sind am Limit und wir wollen Wertschätzung, in Form von mehr Lohn und in Form von Anerkennung!“ fasst Yaren Cici, Auszubildende am Helios Klinikum Salzgitter zusammen.



„Helios beendete das letzte Jahr mit Rekordgewinnen und verweigert gleichzeitig Reallohnsteigerungen“, kritisiert Niekamp, ver.di Verhandlungsführerin für die niedersächsischen Helios-Kliniken. „Mit den Warnstreiks bringen wir Bewegung in die Verhandlungen, gewährleisten aber natürlich zu jedem Zeitpunkt eine Notfallversorgung“, so die ver.di Vertreterin.


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15 Prozent mehr Lohn



ver.di fordert für die rund 5.000 Beschäftigten der acht Krankenhäuser eine Lohnerhöhung von 15 Prozent und 200 Euro mehr für Auszubildende. Das Konzernangebot umfasse laut ver.di bislang lediglich vier Erhöhungsschritte von insgesamt 4,6 Prozent über zwei Jahre.

„Die Beschäftigten der Krankenhäuser leisten einen unverzichtbaren Dienst – nicht erst in der Pandemie“, betont David Matrai, beim ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen zuständig für das Gesundheitswesen. „Diese Leistung muss endlich angemessen honoriert werden, insbesondere wenn ein Konzern gleichzeitig Profite einfährt und großzügig Aktionäre bedient“.

Die dritte Verhandlungsrunde findet statt am 16. Mai statt.


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