Sie sind hier: Region > Gifhorn >

Gifhorn: AfD spricht sich gegen Ausgangssperre aus



"Irrweg beenden" - AfD spricht sich gegen Ausgangssperre aus

Das Gesundheitsamt könne keinen Beleg dafür erbringen, dass die Ansteckungen nachts erfolgen.

Symbolfoto
Symbolfoto Foto: Pixabay

Artikel teilen per:

Gifhorn. In einer Pressemitteilung kritisiert der Fraktionsvorsitzende der AfD in Gifhorn, Stefan Marzischewski-Drewes die Ausgangssperre, die der Landkreis Gifhorn ab dem 2. April zwischen 21 Uhr und 5 Uhr verhängt hatte. So seien Orte mit einer erhöhten Ansteckungsgefahr und Risikogruppen die Alten- und Pflegeheime im Landkreis Gifhorn gewesen, in denen die Infektionszahlen und auch die Fälle von schwererkrankten Menschen deutlich zurückgehen würden. Zudem würden sich die Bewohner in der Regel nicht nach 21 Uhr außerhalb des Heims aufhalten. Andere Schwerpunktorte für eine erhöhte Ansteckungsgefahr seien nicht zu benennen, so die Kritik der AfD weiter.



Der AfD sei kein Supermarkt im Landkreis Gifhorn bekannt, indem es zu einer Ansteckungswelle des Personals gekommen sei, obwohl diese geöffnet seien. Dies beweise, dass die Hygienekonzepte funktionieren würden. Auch könne das Gesundheitsamt Gifhorn keinen Beleg dafür erbringen, dass Ansteckungen vorwiegend nachts erfolgen, heißt es weiter.

"Im 14. Monat der Krise wird aufgrund von Vermutungen agiert ohne Beweise, das rechtfertigt eben keine Einschränkungen der Grundrechte mehr. Dass die Bundes- und Landesregierung die Landräte vor Ort in ihrer Entscheidung alleine lässt, um Ihnen den schwarzen Peter zuzuschieben, offenbart die Hilflosigkeit der Agierenden", so Marzischewski-Drewes. Vor Ostern hatte die AfD-Fraktion Gifhorn den Landrat dazu aufgefordert keine Ausgangssperre zu verhängen. So wolle die Partei auf mehr Vernunft und Eigenverantwortlichkeit der Menschen setzen.


zur Startseite