Katzen mit Drahtschlinge verletzt: PETA setzt Belohnung aus

Tierrechtsorganisation PETA will dazu beitragen, dass der Fall aufgeklärt und der Verursacher zur Verantwortung gezogen wird.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Gifhorn. Wie berichtet, wurden bei Wesendorf zwei Katzen durch Drahtschlingen verletzt. Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. Um den Fall aufzuklären, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen.



Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei in Gifhorn oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym, heißt es in einer Pressemitteilung von PETA am heutigen Donnerstag.

Grausame Jagd auf Katzen


„Die Jagd mit Schlingenfallen ist besonders grausam“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Geraten die Tiere in die Falle, versuchen sie unter Todesangst zu entkommen. Doch die Schlinge zieht sich immer weiter zu. Hals oder Körperteile werden abgeschnürt. Die Tiere ersticken oder hängen mit den Beinen in den Fanggeräten fest, viele sterben langsam und qualvoll. Der oder die Fallensteller müssen unbedingt gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.“

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden, macht PETA deutlich.

Fachleute aus der Psychologie und Justiz seien sich laut PETA mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid


Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

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