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Omikronwelle: Kliniken in Gifhorn und Helmstedt mussten bereits OPs absagen



Omikronwelle: Kliniken in Gifhorn und Helmstedt mussten bereits OPs absagen

Neben zahlreichen Patienten mit Covid-Infektion, bereitet vor allem der Personalausfall Probleme.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Sandra Zecchino

Region. Das Klinikum Peine teilte am Montag in einer Pressemitteilung mit, dass man derzeit so viele Corona-Patienten wie nie zu vor behandeln müsse, was verbunden mit einem hohen Krankenstand beim Personal dazu führe, dass man planbare Eingriffe bis zum 6. April einstelle. regionalHeute.de nahm dies zum Anlass, bei den anderen Krankenhäusern in der Region nachzufragen, wie dort die Situation ist. An den Helios-Standorten in Gifhorn und Helmstedt gibt es ähnliche Probleme.



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"Die Personallage in unseren Kliniken in Gifhorn und Helmstedt ist angespannt. Aktuell sind Personalausfälle in allen Abteilungen zu verzeichnen", berichtet Lisa Iffland, Unternehmenssprecherin für die Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt GmbH und das Helios Klinikum Gifhorn. Allein im Pflegedienst seien momentan in Gifhorn rund 50 Mitarbeiter und in Helmstedt knapp 35 Mitarbeiter Corona-positiv in Quarantäne, durch positiv getestete Kinder in häuslicher Quarantäne oder anderweitig durch Krankheit ausgefallen. "Als Folge dessen mussten bereits einige elektive Eingriffe erneut abgesagt werden. Notfälle oder wichtige Operationen, zum Beispiel im Falle eines Tumors, werden selbstverständlich weiterhin behandelt und durchgeführt", versichert Iffland.



Zusätzliche Begleiterkrankungen


Doch wie viel Patienten mit Corona liegen auf den Stationen? Aktuell würden in der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt 13 Patientinnen und Patienten auf der Isolationsstation mit einer Covid-19-Infektion behandelt. Der Großteil von ihnen sei mit der Diagnose Covid-positiv aufgenommen. Es zeige sich jedoch, dass einige Patienten nicht die herkömmlichen Covid-Symptome aufweisen, sondern zusätzliche Begleiterkrankungen. Beispielsweise würden eine Niereninsuffizienz, bakterielle Infekte oder Harnwegsinfekte behandelt. Danach könne der Patient meist in die häusliche Quarantäne entlassen werden. "Auf der Intensivstation behandeln wir aktuell zwei Covid-19-Patienten", so die Kliniksprecherin.


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Im Helios Klinikum Gifhorn werden aktuell 30 Covid-19-Patienten behandelt. Bei einem Drittel dieser Patienten sei Covid-19 als Nebenbefund festgestellt, denn sie seien ursprünglich mit anderen Krankheiten im Klinikum behandelt worden. Generell seien die stationären Covid-Zahlen in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. "Die gute Nachricht: Es sind weniger Covid-19-Patientinnen und -Patienten intensivpflichtig", betont Lisa Iffland. In der Helios Klinik Wittingen würden weiterhin keine Covid-Patienten versorgt.


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