Goslar. In Krisensituationen sowie im Katastrophenfall ist die Kooperation hauptamtlicher und ehrenamtlicher Kräfte von immenser Bedeutung, um akute Lagen unter Kontrolle zu bringen und die Bevölkerung zu schützen. In seiner Funktion als untere Katastrophenschutzbehörde arbeitet der Landkreis Goslar mit verschiedenen Institutionen zusammen, deren Einsatz bei Großschadenslagen und Krisen oftmals unmittelbar am Ort des Geschehens gefordert ist.
Auch das Deutsche Rote Kreuz als Hilfsorganisation steht dabei an der Seite des Landkreises Goslar. Diesen Schulterschluss haben die Kreisverwaltung und der DRK-Kreisverband Osterode-Goslar kürzlich mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages nun auch schriftlich festgehalten. Das berichtet der Landkreis in einer Pressemitteilung.
Dokument unterzeichnet
Im Beisein von Frank-Michael Kruckow, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit, Markus Finck, Leiter des Fachdienstes Bevölkerungsschutz, Ulrich Bruns, Leiter des Fachdienstes Rettungswesen und Alexander Waldorf, Leiter der Fachgruppe Katastrophen- und Zivilschutz, unterzeichneten Landrat Dr. Alexander Saipa und Dr. Tobias Wittig, Präsident des DRK-Kreisverbandes Osterode-Goslar, sowie Randolf Hoffmann, stellvertretender Präsident des DRK-Kreisverbandes, das Dokument. Dieses hält die Leitlinien für die Zusammenarbeit fest und regelt so sowohl die Mitwirkung des DRK-Kreisverbandes im Katastrophenschutzstab als auch die Kooperation im Bereich Rettungsdienst im Kreisgebiet.
Neuer Kreisverband gegründet
Hintergrund der neu ausgehandelten Kooperationsvereinbarung ist die Auflösung des ehemaligen Kreisverbandes Goslar, dessen Ortsverbände und der überwiegende Anteil ihrer Mitglieder mittlerweile im neuen Kreisverband Osterode-Goslar aufgegangen sind – so kann eine Kontinuität gewahrt werden, indem an das bereits bestehende Netzwerk angeknüpft wird. Durch den Clausthal-Zellerfelder Randolf Hoffmann als stellvertretender Präsident wird das Goslarer Kreisgebiet auch weiterhin im Vorstand des Vereines repräsentiert.
Mit Kreisverbandsarzt Steffen Pallinger (Seesen), Kreisbereitschaftsleiter Markus Vollmer (Clausthal-Zellerfeld), Katastrophenschutzbeauftragter Folke Kruse (Astfeld) und Jugendrotkreuzleiter Philipp Werner (Goslar) sind im aufsichtsführenden Präsidium vier weitere Mitglieder aus dem Kreis Goslar mit Stimmrecht vertreten.
Einheitliches taktisches Vorgehen
Die Kooperationsvereinbarung stellt nun die Weichen für die künftige Zusammenarbeit, der die Beteiligten positiv entgegenblicken. „Krisen bewältigen wir nur auf eine Art – und zwar gemeinsam. Die enge Zusammenarbeit von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften ist unverzichtbar, um in schwierigen Zeiten handlungsfähig zu bleiben und natürlich insbesondere unsere Bürgerinnen und Bürger zu schützen“, sagt Landrat Dr. Alexander Saipa. „Dazu gehört auch, dass wir bereits vor der Lage mit derartigen Kooperationsvereinbarungen Strukturen für ein einheitliches taktisches Vorgehen schaffen und Zuständigkeiten klar festlegen. Dadurch stärken wir das Vertrauen zueinander und bereiten uns zusammen bestmöglich auf den Ernstfall vor“, so der Chef der Kreisverwaltung.
Ebenso sieht es auch Dr. Tobias Wittig, Präsident des DRK-Kreisverbandes Osterode-Goslar: „Das DRK hat seinen Ursprung in Krisenzeiten – für uns ist es selbstverständlich, für die Menschen vor Ort da zu sein und in diesem Zusammenhang mit den Behörden zu kooperieren. Für den Landkreis Goslar wollen wir ein verlässlicher Partner sein, mit fachlich versiertem und gut strukturiertem Vorgehen, in dessen Fokus das Wichtigste steht: Das Wohl der Menschen hier vor Ort.“
