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Die Jugend soll in Goslar künftig mitentscheiden



Die Jugend soll in Goslar künftig mitentscheiden

Goslar ist als eine von 15 Kommunen in das Programm „Jugend entscheidet“ der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung aufgenommen worden.

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Symbolbild Foto: pixabay

Goslar. Goslar ist als eine von 15 Kommunen in das Programm „Jugend entscheidet“ der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung aufgenommen worden. 151 Kommunen hatten sich für die zweite Projektrunde 2022/2023 beworben. Goslar bekommt damit professionelle Prozessbegleitung und einen Sachkostenzuschuss von 5.000 Euro für lokale Veranstaltungen, um Jugendliche in die politischen Entscheidungsprozesse einzubinden und ihnen Kommunalpolitik erlebbar zu machen. Das teilt die Stadt Goslar in einer Pressemeldung mit.



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Ziel ist, dass Jugendliche politische Entscheidungen in der Stadt gestalten. Die jungen Menschen lernen, dass sich der Einsatz für die Demokratie lohnt, und gleichzeitig lernt die Kommunalpolitik, Jugendliche für ihre Arbeit zu begeistern. Erfahrene Coaches werden die Stadtverwaltung dabei unterstützen, hierfür ein für Goslar passendes Format der Jugendbeteiligung zu entwickeln.



Mehrere Anläufe gescheitert


„Als Oberbürgermeisterin der Stadt Goslar möchte ich mich dafür einsetzen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Stadt Goslar nachhaltig zu verankern, denn Jugendbeteiligung schafft Perspektiven und einen Mehrwert für eine zukunftsweisende, attraktive Stadtentwicklung“, erklärt Urte Schwerdtner. Sie sei sehr froh über die Unterstützung aus dem Programm „Jugend entscheidet“ auf dem dorthin. In Goslar gab es in der Vergangenheit bereits mehrere Anläufe für eine Jugendbeteiligung, die jedoch nie nachhaltig verankert werden konnte. „Viele Bewerber hatten schon länger den Wunsch, jungen Menschen mehr Partizipation anzubieten, suchen aber noch nach der richtigen Form der Beteiligung – hier können wir unterstützen”, sagt Elisabeth Niejahr, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.

Kern des Beteiligungsprozesses ist ein mehrteiliges Entscheidungsverfahren. Zunächst bringen die Jugendlichen in vom Verein „Politik zum Anfassen e.V.” moderierten Thementagen ihre Ideen, Vorschläge und Projekte ein und diskutieren darüber. Anschließend arbeiten Politik und Verwaltung konkrete Vorschläge aus, die wiederum von den Jugendlichen diskutiert und priorisiert werden. Daraus entstehen lokalpolitische Anträge. Schließlich stimmt der Rat der Stadt in einer öffentlichen Sitzung über diese Anträge ab. Im letzten Schritt geht es um die Umsetzung der beschlossenen Ideen. Darüber hinaus soll die Jugendbeteiligung dauerhaft verankert werden. Interessierte finden weitere Informationen auf der Webseite des Projekts unter www.jugendentscheidet.de.


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