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Seesen: Drohne der Feuerwehr zweckentfremdet - Schäden erfasst



Drohne der Feuerwehr zweckentfremdet - Schäden erfasst

Für die Stadt Seesen bedeutete die Unterstützung der Feuerwehr aus der Luft, dass die Fassade des Jacobson-Hauses vorerst weitgehend ohne Gerüst auskommt.

Vielfältig einsetzbar: Die Drohne der Feuerwehr Seesen.
Vielfältig einsetzbar: Die Drohne der Feuerwehr Seesen. Foto: Stadt Seesen

Seesen. In dieser Woche wurde die Drohne der Feuerwehr zweckentfremdet - und kam auf dem Jacobsonplatz zum Einsatz. Was das Ganze mit der Fassadensanierung des Jacobson-Hauses zu tun hatte, berichtet die Stadt Seesen in einer Pressemitteilung.



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Der Leiter der Hochbauabteilung der Stadt Seesen, Sascha Jacobs, hatte sich für die anstehende Fassadensanierung des Jacobson-Hauses etwas Besonderes einfallen lassen und sich Hilfe von der Freiwilligen Feuerwehr Seesen geholt. Im Vorfeld der anstehenden Arbeiten muss zunächst ein Schadenskatalog erfasst werden, der die zu reparierenden Schäden dokumentiert. „Normalerweise hätten wir das Gebäude dafür komplett einrüsten müssen – und zwar schon Monate vor Beginn der Arbeiten“, erklärt Jacobs.



Problem innerhalb eines Nachmittags behoben


Denn nachdem sämtliche Schäden erfasst sind, erfolgt zunächst die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten. „Entweder hätten wir das Gerüst für diese Zeit also wieder abmontieren lassen um es später wieder aufzubauen oder das Gebäude wäre monatelang eingerüstet gewesen.“ Dank der Drohne der Freiwilligen Feuerwehr Seesen konnte das Problem innerhalb eines Nachmittags behoben werden: Im Beisein der Gerätewarte Bernd Horn und Timo Hurlemann sowie Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke wurden alle Seiten der Fassade angeflogen und die Schäden dokumentiert. Nun muss nur noch eine kleine Giebelseite eingerüstet werden, um die Schäden im Detail betrachten zu können.


Gerätewart Bernd Horn, Sascha Jacobs, Leiter Hochbauabteilung und Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke (v. li.).
Gerätewart Bernd Horn, Sascha Jacobs, Leiter Hochbauabteilung und Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke (v. li.). Foto: Stadt Seesen


Die Sanierung der Fassade ist die letzte anstehende Groß-Maßnahme im Zug der Modernisierung und Instandsetzung des Jacobson-Hauses. Insgesamt 625.000 Euro stehen für das Projekt zur Verfügung – durch Mittel aus der Städtebauförderung sind bereits rund 416.600 Euro finanziert, sodass der Stadt Seesen noch ein Eigenanteil von rund 208.300 Euro bleibt.

Baustart noch in diesem Jahr


Die Fassade des 1801 erbauten geschichtsträchtigen Gebäudes besteht zum Großteil aus roten Klinkern, hält aber auch einige Besonderheiten bereit: So sind Sockel, Fenstereinfassungen sowie Fenstersimse und Eckquader aus Sandstand hergestellt und weisen inzwischen erhebliche Schäden auf. „Ziel der Maßnahme ist natürlich nicht, hinterher eine völlig neue und moderne Fassade zu bauen“, erklärt Sascha Jacobs. „Es geht vielmehr darum, das Gebäude im Denkmalschutz zu sanieren und die Substanzen bestmöglich zu erhalten.“ Modernste Technik kommt dabei natürlich trotzdem zum Einsatz. Noch in diesem Jahr soll mit der Baumaßnahme begonnen werden.


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