Fachtag tiergestützte Intervention: Tiere sensibilisieren


Am vergangenen Wochenende trafen sich Tierbegeisterte beim Fachtag für tiergestützte Intervention. Foto: Bundesverband für tiergestützte Intervention
Am vergangenen Wochenende trafen sich Tierbegeisterte beim Fachtag für tiergestützte Intervention. Foto: Bundesverband für tiergestützte Intervention Foto: Bundesverband für tiergestützte Intervention

Goslar. Am vergangenen Wochenende fand der Fachtag des Bundesverbandes für tiergestützte Intervention statt. Dies teilt der Verband in einer Pressemitteilung mit.


Am 18. und 19. Mai 2019 fand in Vienenburg der zweite Niedersachsen-Fachtag des Bundesverbandes für Tiergestütze Intervention e.V. statt. Die ohnehin schon bestehende Kooperation der Schule am Harly, Förderschule mit Schwerpunkt für geistige Entwicklung, und der Erlebnisfarm Neuland, erlebnispädagogische Kinderbetreuung und tiergestützte Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz, boten den perfekten Rahmen zur Ausrichtung dieser Veranstaltung. In ihrer Funktion als Regionalgruppenleiterin übernahm Sabrina Howe das Organisatorische.

Tiere erreichen auch Menschen mit Einschränkungen


Tiere haben eine ganz besondere Wirkung auf Menschen. Sie reagieren immer unmittelbar und vollkommen wertfrei auf ihr Gegenüber und haben einen hohen Aufforderungscharakter. So erreichen sie auch Menschen mit geistigen oder seelischen Einschränkungen, dienen quasi als Türöffner für Therapeuten oder Pädagogen. Aus diesem Grund leben in der Schule am Harly jetzt neuerdings auch 4 Meerschweinchen, die unter Aufsicht der Lehrkräfte von den Schülern versorgt werden. Eine weite Möglichkeit des Tierkontaktes bieten die Schulhunde, die Nina Richter bei Bedarf in den Unterricht mit einbezieht.
Rund 60 TeilnehmerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an den angeboten Workshops in der Schule am Harly teil, deren Inhalte sich mit Rahmenbedingungen und Organisation, Tierhaltung in Schulen und anderen Einrichtungen , verschiedene Möglichkeiten der Selbständigkeit und dem § 11 des Tierschutzgesetzes befassten. Eine besondere Atmosphäre herrschte durch die Teilnahme von ca. 20 Hunden, die mit ihren BesitzerInnen angereist waren und ebenfalls an den Workshops teilnahmen.

Verantwortlich mit Ressourcen umgehen


Ein weiterer Schwerpunkt war das Finden persönlicher Krafttankstellen, um eine gesunde Selbstfürsorge zu betreiben. Es wurde die Möglichkeit geboten, durch Klänge der Natur oder schamanische Entspannungsreisen, freie Begegnungen mit Meerschweinchen und Achatschnecken oder kreatives Erleben mit Kraftsteinen seine innere Ruhe zu finden. „Dies ist ein wichtiger Punkt in der tiergestützten Arbeit, denn, nur wer verantwortungsvoll mit sich und seinen Ressourcen umgeht, ist auch in der Lage, sich verantwortungsvoll um seine Klienten und tierischen Mitarbeitern zu kümmern“, so Referentin Cornelia Dress.
Am Samstag Abend öffnete die Erlebnisfarm Neuland von Nicole Görtz ihre Stalltüren – gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer bot die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und zu vernetzen, denn dies ist neben der Sicherung der Qualitätsstandards durch zertifizierte Weiterbildungen , Supervisionen und Öffentlichkeitsarbeit Ziel des Bundesverbandes. Die innere Haltung gegenüber den eingesetzten Tieren ist allen Mitgliedern eine Herzensangelegenheit. Neben der artgerechten Haltung und dem Kennen der individuellen Bedürfnissen sorgen alle Mitglieder für eine ausgeglichene Work-Life-Balance , eben auch für die Tiere.
Der Vorstand nutze im Anschluss an diese gelungene und viel gelobte Veranstaltung am Sonntag gleich noch die Möglichkeit, die Mitgliederversammlung abzuhalten.


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