Goslar. Die diesjährigen Filmtage sind eröffnet: Es sind bereits die 22. mit insgesamt 2.200 Anmeldungen für die kommenden zwei Wochen, wie die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt.
Unter dem Motto „Geschichten von Konflikten und Hoffnung – Kino für mehr Verständnis und Frieden“ setzen sich die 28 Filme mit äußeren Konflikten wie Krieg oder Ungerechtigkeit, aber auch mit den inneren Kämpfen junger Menschen auseinander. Ziel sei es, neue Perspektiven zu eröffnen, Verständnis zu fördern und zum Nachdenken anzuregen. Der Eröffnungsfilm „Der Pfad“ erzählt die Geschichte einer Flucht aus der Sicht von Kindern und zeige eindrucksvoll, wie Kino berühren und Brücken zwischen Perspektiven bauen kann.
Schüler wirkten an Programm mit
Bürgermeisterin Renate Lucksch richtete ihren Dank besonders an die 41 Schüler der Fachoberschule Sozialpädagogik der Berufsbildenden Schulen (BBS) Goslar-Baßgeige/Seesen im Organisationsteam, die das Programm und die Filmtage in der Vor- und Nachbereitung aktiv mitgestalten. „Das Projekt der Filmtage ist etabliert und spielt in unserer Stadt alljährlich eine besondere Rolle“, so Lucksch weiter. „Wir sind gerne der Leuchtturm der Filmtage in Niedersachsen.“ Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher Herausforderungen seien Respekt, Zuhören und Zusammenhalt wichtige Werte, die durch die Filmtage gestärkt würden. Die Stadtjugendpflegerin Franziska Fuchs zeigte sich bei der Eröffnung ebenfalls überzeugt davon, dass das diesjährige Thema den Nerv der Zeit trifft.
Gerade angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage sei es wichtig, sich mit dem Thema Krieg und seinen unterschiedlichen Facetten auseinanderzusetzen. Gleichzeitig dankte auch sie allen Beteiligten – von den Schülern über die Lehrkräfte bis zum Team des Cineplex Goslar als Kooperationspartner – welche die Filmtage möglich gemacht haben.
Geschichten von Konflikten und Hoffnung
Das Motto „Geschichten von Konflikten und Hoffnung – Kino für mehr Verständnis und Frieden“ der diesjährigen Filmtage wurde von den Vorbereitungsklassen der Fachoberschule Gesundheit und Soziales (FOS251/FOS252) – Schwerpunkt Sozialpädagogik – ausgewählt. Das Organisationsteam habe das Motto der Filmtage dabei bewusst weit gefasst: Krieg sei heute weltweit präsent und deshalb hochaktuell. „Man muss sich in der heutigen Zeit damit auseinandersetzen“, erklärten sie. Gleichzeitig gehe es nicht nur um militärische Konflikte. Gerade beim Erwachsenwerden gebe es auch „Kriege mit sich selbst“. Die Filmtage sollen deshalb neue Blickwinkel eröffnen und zum Nachdenken anregen. Mit den zahlreichen Filmvorführungen, Gesprächen und Begegnungen bieten die Filmtage in den kommenden zwei Wochen damit erneut Raum für Austausch, Perspektiven und Diskussionen – und zeigen, wie stark das Interesse junger Menschen an gesellschaftlich relevanten Themen ist.
Hintergrund
Die Goslarer Filmtage richten sich an Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und weiterführende Schulen. Ziel ist es, die Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen im Bereich audiovisueller Medien durch einen produktiven und kritischen Umgang mit dem Medium Film zu fördern und ihre Medienkompetenz nachhaltig zu stärken. Erzieher sowie Lehrer sind eingeladen, mit ihrer Gruppe oder Klasse den Unterricht ins Kino zu verlegen. Der Eintritt beträgt 5 Euro pro Kind beziehungsweise Schüler. Der Eintritt für die betreuende Lehrkraft sowie Erzieher beträgt einen obligatorischen Cent.
Anmeldungen und weitere Informationen sind online verfügbar. Für alle Filme ist eine Anmeldung bis kurz vor dem jeweiligen Termin möglich. Fragen zum Programm oder zu freien Plätzen beantwortet die Stadtjugendpflege unter den Telefonnummern 05321/704479 oder 05321/704342.
