Landkreis Goslar bietet am 19. Juli Impftag für Kinder und Jugendliche an

Außerdem wurde eine Impfkampagne gestartet, die sich an Bürger mit Migrationshintergrund richtet.

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Symbolbild | Foto: Rudolf Karliczek

Goslar. Am Montag, 19. Juli, also kurz vor Beginn der Sommerferien, bietet der Landkreis Goslar Impftermine speziell für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf bis 17 Jahren an. Verabreicht wird der Impfstoff von Biontech. Dieser ist das bisher einzige Präparat, das für die Impfung dieser Altersgruppe zugelassen ist. Das berichtet der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung.


An diesem Tag wird im Impfzentrum in Oker zusätzlich zu den Ärzten auch eine Vertretung des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes für eine Beratung zur Verfügung stehen. Die Zweitimpfung erfolgt dann am 30. August. Diese Terminbuchung kann über die Hotline des Landes ((0800) 9988665) oder über das Impfportal und die dortige Warteliste erfolgen.

Videoclips sollen aufklären


Derweil hat der Landkreis in der abgelaufenen Woche auch eine Impfkampagne gestartet, die sich gezielt an Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund richtet. In verschiedenen kurzen Videoclips, die unter anderem auf dem Instagram-Kanal der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe beim Landkreis Goslar (@demokratieleben_lkgoslar) veröffentlicht werden, nehmen unter anderem die Bad Harzburger Apothekerin sowie DFB- und FIFA-Schiedsrichterin Riem Hussein Stellung zum Thema Impfen.

Mit dieser Kampagne, an der sich mit der gebürtig aus Aserbaidschan stammenden Frau Dr. Iskenderova auch eine Goslarer Ärztin beteiligt, möchte der Landkreis Vorurteile abbauen und mögliche Ängste und Vorbehalte hinsichtlich einer Covid-19-Schutzimpfung nehmen. Erste Kreisrätin Regine Breyther erläutert, dass bei Menschen mit Migrationshintergrund mitunter recht große Skepsis gegenüber einer Impfung gegen eine Erkrankung mit dem Coronavirus herrsche. „Vor allem junge Frauen haben die Befürchtung, dass eine Impfung zur Unfruchtbarkeit führen könnte. Dafür gibt es gegenwärtig jedoch keine belastbaren Anhaltspunkte. Mit der Impfkampagne – so unsere Absicht - wollen wir mit diesen Gerüchten aufräumen und aktiv für eine Impfung werben“, sagt Breyther.

Risiko Delta-Variante


Landrat Thomas Brych blickt derweil – und das natürlich auch aufgrund der aktuellen Verbreitung der hochansteckenden Delta-Variante - mit gemischten Gefühlen auf die steigenden Reisetätigkeiten. „Ich habe vollstes Verständnis, dass die Menschen nach Monaten des Verzichts und der Kontaktbeschränkungen ein erhöhtes Bedürfnis nach sozialer Nähe und der Unternehmung von Reisen verspüren. Bei aller Euphorie und beschwingter Sommerlaune möchte ich jedoch daran erinnern, dass die Pandemie trotz guten Impffortschritts noch nicht überstanden ist. Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sowie die Meidung großer Menschenansammlungen sollten daher weiterhin stets Berücksichtigung finden. Bei zwei der drei gemeldeten Neuinfektionen in dieser Woche handelt es sich um Reiserückkehrer. Das Risiko sollte daher nicht unterschätzt werden“, rät Landrat Thomas Brych.


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