Landkreis Goslar sucht Wohnraum für Geflüchtete

Der Landkreis muss in den kommenden sechs Monaten möglicherweise bis zu 1.257 weitere Menschen aufnehmen.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Goslar. Der Landkreis Goslar ist weiterhin auf der Suche nach geeignetem Wohn-raum für geflüchtete Menschen. Hintergrund des erneuten Aufrufes ist die Neufestsetzung der Verteilquoten durch das niedersächsische Innenministerium. Dies teilte der Landkreis mit.



Landrat Dr. Alexander Saipa hatte darüber bereits in der jüngsten Kreistagssitzung berichtet. Demnach muss der Landkreis in den kommenden sechs Monaten möglicherweise bis zu 1.257 weitere Menschen aufnehmen. Erste Kreisrätin Regine Breyther merkt in diesem Zusammenhang an, dass nicht sicher ist, ob die vom Land festgelegte Verteilquote tatsächlich binnen des nächsten halben Jahres erreicht wird. „Wie viele Menschen zu uns kommen, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, beispielsweise wie sich der Krieg in der Ukraine entwickelt. Wir können daher keine verlässliche Aussage treffen, in welchem Zeitraum wir die vom Land festgelegte Zahl von 1.257 Flüchtlingen erreichen werden. Möglicherweise wird dies länger als die avisierten sechs Monate dauern.“

Wohnraum bereitsstellen


Trotz der geschilderten Unsicherheiten möchte die Goslarer Kreisverwaltung auf die Ankunft Schutzsuchender vorbereitet sein. Wer Wohnraum für geflüchtete oder vertriebene Menschen zur Verfügung stellen möchte, kann dies der Verwaltung ganz einfach online melden. Auf der Internetseite des Landkreises – www.landkreis-goslar.de – sind die notwendigen Informationen in der Infobox „Aktuelle-Informationen – Ukraine-Vertriebene“ abrufbar.

Die dem Landkreis zugewiesenen Personen werden in einer durch sie selbst angemieteten Wohnung untergebracht und beim Ankommen in der neuen Umgebung nach Bedarf individuell begleitet und unterstützt.

Im Zuge des Ukraine-Krieges sind im Goslarer Kreisgebiet in diesem Jahr bislang 1.674 Vertriebene aus der Ukraine angekommen, in der Mehrheit Frauen mit Kindern. Insgesamt hat der Landkreis 991 Personen untergebracht. Die verbliebenen Personen haben Wohnraum vornehmlich durch private Initiativen und Kontakte erhalten.



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