Marktplatz Jürgenohl: Planung geht weiter - Finanzierung erst 2022

Knackpunkt ist die Entscheidung über die Sanierung der nördlichen Fahrbahnhälfte. Hierfür stünden im aktuellen Haushalt keine Mittel bereit.

von Marvin König


Der Marktplatz in Jürgenohl. (Archivbild)
Der Marktplatz in Jürgenohl. (Archivbild) Foto: Marvin König

Goslar. Der Rat der Stadt Goslar hat in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag den Weg für weitere Planungsschritte bei der Sanierung des Marktplatzes in Jürgenohl frei gemacht. Streitthema war die zusätzliche Sanierung des nördlichen Gehwegs zwischen Marienburger- und Graudenzer Straße, die von den Gremien zwar gewünscht, aber aus Sicht der Stadt nicht finanzierbar sei. Diese Teile der Planung werden daher im nächsten Jahr noch einmal während der Haushaltsberatungen in den Gremienlauf gebracht werden.


Die vorliegende Planung zum Umbau des Marktplatzes Jürgenohl fand im Ausschuss für Bauen und Umwelt am 25. November grundsätzlich Zustimmung. Für Diskussionsstoff sorgte jedoch der Ausschluss der nördlichen Fahrbahn, da die Sanierung zwar erwünscht sei, jedoch vor Vorlage des Haushaltsplanentwurfs 2022 nicht über die Finanzierbarkeit dieses Teilabschnitts entschieden werden könne. Über den Projektfeststellungsbeschluss zur Sanierung soll daher erst im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden werden. Die Zustimmung des Rates hat die Verwaltung jedoch ermächtigt, weitere Planungsphasen zu beauftragen, um den zeitlichen Verzug in Grenzen zu halten. Der Baubeginn war ursprünglich bereits für Herbst 2021 angedacht.

Lesen Sie auch: Mini-Wald und Wasserspiel - So soll der neue Jürgenohler Marktplatz aussehen


Diskutiert wurde im Bauausschuss - und im nicht öffentlichen Verwaltungsausschuss - auch die Förderfähigkeit der Sanierung des nördlichen Bereiches. Die Stadt Goslar hat sich mit Maßnahmen aus dem Bauprojekt am Bundesprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ beteiligt. Mit Nachricht vom 30. November habe das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mitgeteilt, dass die eingereichte Projektskizze der Stadt Goslar positiv bewertet wurde und das Innenministerium entschieden hat, dass die Stadt Goslar für das formale Zuwendungsverfahren ausgewählt wurde. Während die Sanierung des Kernbereichs, das geplante Wasserspiel und der Westbereich auf Fördermittel hoffen können, um den städtischen Haushalt bei der Baumaßnahme zu entlasten, sind Fördermittel für den zusätzlichen Umbau des Nordbereichs ungewiss. Dieser würde mit 510.000 Euro zu Buche schlagen. Ein Förderantrag soll nun gestellt werden.


mehr News aus Goslar

Themen zu diesem Artikel


Innenstadt Innenstadt Goslar