Goslar. Die Stadt Goslar hat im Rahmen einer Bürgerumfrage zum Winterdienst in der Goslar-App wichtige Erkenntnisse zum Informationsstand und zur Zufriedenheit der Einwohnerinnen und Einwohner gewonnen. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich nicht ausreichend über den Winterdienst informiert – insbesondere über Zuständigkeiten und private Räum- und Streupflichten.
Insgesamt gaben rund 66 Prozent der Teilnehmer an, sich nicht ausreichend oder gar nicht informiert zu fühlen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere bei Detailfragen Unsicherheiten bestehen – etwa zur Priorisierung von Straßen oder zu den konkreten Pflichten von Grundstückseigentümern.
Bewertung des Winterdienstes
Auch bei der Bewertung des Winterdienstes selbst ergibt sich ein differenziertes Bild: Während die Hauptverkehrsstraßen mehrheitlich positiv bewertet wurden – rund 65 Prozent bewerteten die Verhältnisse dort mit „gut“ oder „sehr gut“ – zeigt sich bei den Nebenstraßen ein Verbesserungsbedarf. Hier bewerten circa 40 Prozent der Befragten die Situation als „mangelhaft“ oder schlechter.
Die Stadt Goslar hatte zur Feststellung von Verantwortlichkeiten im Winterdienst und den daraus resultierenden Rechten und Pflichten bereits Ende November 2025 proaktiv eine Pressemitteilung mit allgemeinen Verantwortlichkeiten herausgegeben. Die jetzt erfolgte Bürgerumfrage, an der 460 Personen teilgenommen haben, zeigt nunmehr jedoch, dass eine noch bessere Darstellung von Pflichten im Winterdienst an zentraler Stelle erforderlich ist.
Eine Überarbeitung ist geplant
Daraus resultierend werden dafür sowohl die Straßenreinigungssatzung als auch die Straßenreinigungsverordnung der Stadt Goslar zur weiteren Optimierung der Winterdiensträumung überarbeitet. Die neuen Versionen sollen die Regelungen zum Winterdienst – insbesondere die eigenen Räum- und Streupflichten, die nicht von der Stadt übernommen werden – klarer, verständlicher und transparenter darstellen.
„Die Umfrage zeigt uns sehr deutlich, dass wir unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben deutlicher darlegen müssen, wer wann wofür zuständig ist. Genau hier setzen wir an“, so Thomas Schmidt, Fachdienstleiter Bauverwaltung der Stadt Goslar. Neben der rechtlichen Überarbeitung plant die Stadt, die Informationen künftig zielgerichteter und verständlicher aufzubereiten, um Bürgerinnen und Bürger im Winter besser zu unterstützen.
Dialog ausdrücklich gewünscht
Die Umfrage zeigt, dass der Winterdienst auf den Hauptverkehrsstraßen von der Mehrheit der Teilnehmer positiv bewertet wird. Sebastian Heim, Leiter des Betriebshofs Goslar, und sein Team freuen sich über diese Anerkennung ihrer Arbeit. Gleichzeitig wird deutlich, dass beim Winterdienst auf Nebenstraßen weiterhin Verbesserungsbedarf gesehen wird. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Winterdienst jährlich unter wechselnden Witterungsbedingungen organisiert wird und mit begrenzten personellen und technischen Ressourcen einen kontinuierlichen Anpassungsprozess erfordert. Der Betriebshof versteht die Ergebnisse daher als Ansporn, die Situation weiter zu optimieren. Ein Dialog ist hier ausdrücklich gewünscht.
Die Stadt Goslar bedankt sich für die rege Teilnahme an der Umfrage und sieht die Ergebnisse als wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des Winterdienstes. Bürgerinnen und Bürger sind weiterhin eingeladen, Ideen, Wünsche und Erfahrungen im MachMit!Haus der Stadt Goslar, Markt 7, einzubringen.
