Neubauten Grundschule und MZH nehmen Form an

In Oker entstehen eine neue Mehrzweckhalle und eine neue Grundschule. Vom Baufortschritt verschaffte sich jetzt kürzlich Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner einen Eindruck.

Gerade entsteht noch die Bodenplatte der Grundschule Oker – ab nächster Woche startet dann der Modulbau. Daniel Gintaut (2. v. re.) vom GGM erklärt Schulleiterin Claudia Kohl (3. v. re.) und Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (4. v. re.) die Baustelle.
Gerade entsteht noch die Bodenplatte der Grundschule Oker – ab nächster Woche startet dann der Modulbau. Daniel Gintaut (2. v. re.) vom GGM erklärt Schulleiterin Claudia Kohl (3. v. re.) und Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (4. v. re.) die Baustelle. | Foto: Stadt Goslar

Goslar. Der Neubau der Grundschule in Oker schreitet zügig voran und erreicht nun eine entscheidende Bauphase: Nachdem die Bodenplatte erfolgreich gegossen wurde, beginnt Anfang der kommenden Woche der Aufbau des Schulgebäudes, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.



Vom Baufortschritt verschaffte sich jetzt kürzlich Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner gemeinsam mit Daniel Gintaut, stellvertretendem Betriebsleiter des Goslarer Gebäudemanagements (GGM), und seinem Mitarbeiter Kourosh Zalakzadeh, Mara-Lena Macke, Fachdienstleiterin Bildung und Soziales der Stadt Goslar, und ihrer Mitarbeiterin Elisa-Marei Mühlenweg sowie der Schulleiterin der Grundschule Oker, Claudia Kohl, einen Überblick.

Neue Schule entsteht in moderner Modulbauweise


Die neue Schule entsteht in moderner Modulbauweise. Insgesamt 66 vorgefertigte Bauteile werden dabei nach dem sogenannten „Legoprinzip“ treppenartig mit einem Kran zusammengesetzt und an Schalrahmen verschraubt. Ein großer Vorteil: Die Haustechnik ist bereits vollständig in den einzelnen Modulen integriert. Für jedes Bauteil ist eine Montagezeit von rund 40 Minuten vorgesehen. Der Aufbau erfolgt im durchgehenden 24-Stunden-Betrieb, um den Baufortschritt weiter zu beschleunigen. Nach ihrer Anlieferung werden die Module auf dem Betriebshof an der Immenröder Straße kurzzeitig zwischengelagert, bevor sie auf der Baustelle verbaut werden. Trotz einer aktuellen Bauverzögerung von etwa vier Wochen bleibt das Ziel unverändert: Ein Start des Ganztagsbetriebs zum neuen Schuljahr ist weiterhin gesichert. Schulleiterin Claudia Kohl sowie der zuständige Fachdienst Bildung und Soziales der Stadt Goslar stehen hierzu im engen Austausch mit den Eltern. Ist die Schule dann offiziell übergeben, kann auch die Einrichtung des Gebäudes erfolgen.

Grundschule wird modern und digital ausgestattet


Auch die Sanierung und der Anbau der Mehrzweckhalle Okerschreiten voran.
Auch die Sanierung und der Anbau der Mehrzweckhalle Okerschreiten voran. Foto: Stadt Goslar


Die neue Grundschule wird modern und digital ausgestattet sein: Smarte Tafeln gehören ebenso zur Grundausstattung wie digitale Endgeräte und eine leistungsfähige Netzwerkinfrastruktur. Für Mobiliar und Innenausstattung sind Investitionen von rund 200.000 Euro eingeplant. Die Kosten für den Hochbau belaufen sich auf etwa 6,7 Millionen Euro. Für die Verpflegung der Schülerinnen und Schüler ist zunächst eine Übergangslösung vorgesehen. „Wir planen zum Start mit Lunchboxen, um einen reibungslosen Beginn des Ganztagsbetriebs sicherzustellen“, erklärt Mara-Lena Macke, Fachdienstleiterin Bildung und Soziales der Stadt Goslar. Die Bauarbeiten hatten Mitte Februar mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Dazu gehörten das Aufstellen des Bauzauns sowie umfangreiche Tiefbauarbeiten. Parallel dazu schreiten auch der Anbau und die Sanierung der Mehrzweckhalle (MZH) mit voraussichtlichen Kosten von mehr als neun Millionen Euro voran. Die Fertigstellung verzögert sich jedoch aufgrund einer unerwarteten Schadstoffsanierung und wird nun erst zum Jahresende erwartet. Eine Nutzung ist nach aktuellem Stand erst zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar 2027 vorgesehen – knapp drei Jahre nach dem Baustart.


Mehrzweckhalle Oker soll Treffpunkt werden


Die Mehrzweckhalle Oker soll, ähnlich wie die Mehrzweckhallen in Jerstedt und Hahndorf, in erster Linie ein Treffpunkt für die Okeranerinnen und Okeraner sein. Es wird einen großzügigen Mehrzweckraum neben der Sporthalle geben, eine Küche sowie einen kleinen terrassenartigen Außenbereich. Im Mehrzweckraum sowie in der Halle, die nicht nur für Sport, sondern auch andere Veranstaltungen und Feierlichkeiten ausgelegt sein wird, können städtische Veranstaltungen genauso durchgeführt werden wie Turniertage örtlicher Vereine oder private Feierlichkeiten. Die Halle wird gegen Entgelt zu mieten sein. Auch für die Schule kann sie beispielsweise im Rahmen der Einschulungsfeierlichkeit oder anderer schulischer Veranstaltungen einen Mehrwert bieten.

Moderne Bildungs- und Begegnungsräume für die Stadt


Goslar): Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (v. li.), Kourosh Zalakzadeh, Daniel Gintaut sowie Mara-Lena Macke freuen sich über die Baufortschritte im Innenbereich der Mehrzweckhalle Oker.
Goslar): Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner (v. li.), Kourosh Zalakzadeh, Daniel Gintaut sowie Mara-Lena Macke freuen sich über die Baufortschritte im Innenbereich der Mehrzweckhalle Oker. Foto: Stadt Goslar


Die Oberbürgermeisterin betont die Bedeutung der Projekte für den Standort: „Mit dem Neubau der Grundschule in Oker und der parallelen Weiterentwicklung der Mehrzweckhalle investieren wir gezielt in moderne Bildungs- und Begegnungsräume für unsere Stadt. Auch wenn es im Bauablauf zu Verzögerungen kommt, steht für uns fest: Wir schaffen hier einen Ort, an dem Lernen, Bewegung und Gemeinschaft langfristig optimale Bedingungen finden. Dass der Ganztagsstart planmäßig möglich ist, zeigt, wie engagiert alle Beteiligten an diesem Ziel arbeiten – dafür meinen herzlichen Dank.“