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Pokémon Go: Polizei zeigt sich besorgt und greift durch



Pokémon Go: Polizei zeigt sich besorgt und greift durch

von Robert Braumann


 Seit gut zwei Wochen sind die Pokémon-Jäger deutschlandweit unterwegs. Der Zeitvertreib ruft nun auch die Polizei auf den Plan. Foto: Anke Donner
Seit gut zwei Wochen sind die Pokémon-Jäger deutschlandweit unterwegs. Der Zeitvertreib ruft nun auch die Polizei auf den Plan. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Region. Seit gut zwei Wochen sind die Pokémon-Jäger deutschlandweit unterwegs. Der Zeitvertreib ruft nun auch die Polizei auf den Plan. So wurden am Wochenende in Braunschweig 30 Verwarngelder verhängt.

Seit kurzem kommt es im Bereich der Alten Waage zu Anwohnerbeschwerden wegen Ruhestörungen durch sogenannte „Pokemon-Fänger“, da diese den Bereich mit Autos befahren, Motoren laufen lassen und auch sonst ruhestörendes Verhalten zeigen. Bis zu 150 „Pokemon-Fänger“ seien ständig in dem Bereich, die zum Teil mit Autos in die dortige Fußgängerzone fahren, so die Polizei. Es soll auch künftig weiter kontrolliert werden. 30 Personen mussten bereits 20 Euro Verwarngeld zahlen. Längst aber nicht das einzige Problem, das die Polizei sieht. So machen den Pressesprechern aus Braunschweig und Wolfenbüttel die Personen Kopfzerbrechen, die mit gesenktem Kopf durch den Straßenverkehr tapern, um auf keinen Fall einen Fang zu verpassen.

"Es ist natürlich ein Problem"


"Ich warte immer noch auf die erste Meldung, dass jemand gegen einen Laternenpfahl gelaufen ist", sagt Braunschweigs Polizeisprecher Wolfgang Klages. Ernsthaft fügt er hinzu: "Es ist natürlich wirklich ein Problem, dass sich sehr viele komplett von dem Spiel ablenken lassen und nicht mehr auf ihre Umgebung achten, dass ist durchaus zu beobachten. Dazu kommt es eben immer wieder zu Ruhestörungen." Frank Oppermann, Polizei Wolfenbüttel, ergänzt, dass das Spiel auch in Wolfenbüttel angekommen sei. Von einem Ausnahmezustand könne man nicht sprechen, aber man sehe immer wieder Personen, die sich der virtuellen Jagd widmen. Unfälle habe es offiziell noch nicht gegeben, aber man könne wahrscheinlich von einer Dunkelziffer ausgehen. "Niemand wird ja im Nachhinein zugeben, dass er gerade mit dem Smartphohne gespielt hat, als ihm etwas passiert ist", so Oppermann. Generell sei der Blick auf das Smartphone im Auto verboten und gefährlich, darauf könne man nicht oft genug hinweisen. In den vergangenen Tagen hatte es bereits Ärger rund um das Spiel gegeben, da Personen auch auf Friedhöfen Pokémon gejagt hatten. Einigen Mitbürgern geht das dann doch zu weit.


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