Pop-Up-Store geplant: Bewerbungen ab morgen möglich

In der Innenstadt von Goslar soll ein temporärer Pop-up-Store entstehen. Dafür werden noch kreative Ideen gesucht.

Auch Kunstprojekte können sich für den Pop-up-Store bewerben (Symbolfoto).
Auch Kunstprojekte können sich für den Pop-up-Store bewerben (Symbolfoto). | Foto: Pixabay

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Goslar. Ein temporärer Pop-up-Store in der Innenstadt soll Leerstand beleben, neue Konzepte ermöglichen und Impulse setzen. Dafür wird in Kürze das leerstehende Ladenlokal in der Bergstraße 65 zum Experimentierfeld: Mit dem Aufruf „Pop-up-Store GOSLAR POPS – idee trifft raum“ schafft die Stadt Goslar Raum für neue Geschäftsideen, Projekte und Nutzungskonzepte. Die Bewerbungsfrist startet am morgigen 1. Oktober.



Vom 1. Dezember 2026 bis zum 31. Mai 2027 können dort unterschiedliche Nutzerinnen und Nutzer ihre Ideen jeweils für mindestens vier bis höchstens acht Wochen erproben. Für eine möglichst einfache Umsetzung ist eine Mietkostenpauschale von 50 Euro pro Woche vorgesehen. Bewerben können sich bestehende Unternehmen, Gründerinnen und Gründer, Start-ups, Vereine, Institutionen, Kunst- und Kulturschaffende sowie weitere kreative Akteure.

So kann man sich bewerben


Bewerbungen sind ab Donnerstag, 1. Oktober, per E-Mail an leerstand@goslar.de möglich. Bewerbungen sind nicht nur vor Beginn des Projekts möglich – auch während der Laufzeit von GOSLAR POPS können weiterhin Konzepte eingereicht werden. Damit bleibt das Projekt offen für neue Ideen und Entwicklungen. Die Stadt legt sich daher bewusst nicht bereits vor dem Start auf sämtliche Nutzungskonzepte fest. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Goslar wählt die eingereichten Konzepte schrittweise anhand festgelegter Kriterien – dazu gehören unter anderem der Innovationsgrad, ein Branchenmix sowie Frequenzpotenzial – aus.

Damit der Pop-up-Store dauerhaft sichtbar und zugänglich ist, gelten Mindestöffnungszeiten. Der Laden muss montags bis samstags an mindestens fünf Tagen pro Woche jeweils sechs Stunden zwischen 10 Uhr und 18 Uhr geöffnet sein. So werden die Konzepte nicht nur in den Schaufenstern sichtbar, sondern auch für Passantinnen und Passanten, Kundinnen und Kunden sowie Besucherinnen und Besucher erlebbar. Alle Informationen zur Fläche, zum Nutzungsverhältnis und zu den erforderlichen Bewerbungsunterlagen stehen auf der Website der Stadt Goslar und sind online aufrufbar. Bei Fragen steht das Leerstandsmanagement der Stadt Goslar per E-Mail über leerstand@goslar.de und telefonisch unter 05321/704-314 zur Verfügung.

Es werden nicht nur Einzelhandelskonzepte gesucht


GOSLAR POPS ist nicht nur als kurzfristige Belebungsmaßnahme gedacht. Das Projekt soll Erfahrungen liefern und langfristig zu einem Instrument werden, das zur Reduzierung des innerstädtischen Leerstands beiträgt. Mit „GOSLAR POPS – idee trifft raum“ will das Leerstandsmanagement der Stadt Goslar leerstehende Ladenlokale vorübergehend beleben und neue Nutzungsideen sichtbar machen. Der Pop-up-Store ermöglicht es, Konzepte ohne langfristige Bindung unter realen Bedingungen zu testen, Erfahrungen zu sammeln und direkt auf die Resonanz von Kundinnen und Kunden, Besucherinnen und Besuchern sowie dem lokalen Umfeld zu reagieren. Gesucht werden nicht nur klassische Einzelhandelskonzepte. Auch Dienstleistungen, kreative Projekte, Kunst und Kultur, Vereinsideen, Veranstaltungen sowie innovative oder multifunktionale Nutzungen sind willkommen.

Projekte sichtbar machen


Gerade für Gründerinnen und Gründer sowie Start-ups kann ein langfristiger Mietvertrag eine erhebliche finanzielle und unternehmerische Herausforderung sein. Das zeitlich begrenzte Ladenlokal bietet die Möglichkeit, eine Geschäftsidee zu testen, erste Erfahrungen zu sammeln und mit Kundinnen und Kunden in Kontakt zu kommen – ohne sich frühzeitig an einen Standort zu binden. Auch etablierte Unternehmen können neue Produkte, Dienstleistungen oder Konzepte erproben und zusätzliche Zielgruppen erreichen. Vereine, Institutionen sowie Kunst- und Kulturschaffende erhalten Raum, um Projekte sichtbar zu machen und Begegnung, Präsentation und Austausch zu ermöglichen.

Ideen unter realen Bedingungen testen


Erweist sich ein Konzept als erfolgreich, soll möglichst eine langfristige Perspektive entstehen – entweder durch einen dauerhaften Mietvertrag für das genutzte Ladenlokal oder durch die Vermittlung einer geeigneten alternativen Fläche in der Innenstadt. „Mit GOSLAR POPS – idee trifft raum“ wollen wir eine konkrete Möglichkeit schaffen, neue Ideen sichtbar und unter realen Bedingungen erlebbar zu machen. Wir nutzen leerstehende Flächen und die künftigen Akteure erhalten kostengünstig Raum für ihre Konzepte. Die Innenstadt gewinnt so neue Impulse – ein Gewinn für beide Seiten“, sagt Skrollan Siegemund von der Wirtschaftsförderung der Stadt Goslar. „Ob daraus ein dauerhaftes Geschäft, ein kulturelles Angebot, eine neue Dienstleistung oder ein anderes Innenstadtprojekt entsteht, wird sich im Laufe des Vorhabens zeigen. Der erste Schritt ist jedoch klar: Ideen brauchen Raum, um sich zu entwickeln.“

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