Spektakuläre Rettung: Hund wird aus acht Metern Höhe befreit

Einsatzkräfte der Feuerwehr Goslar und der Bergwacht Clausthal-Zellerfeld/Langelsheim retteten einen Hund, der an einer steilen Felswand abgerutscht war.

Der verängstigte Hund konnte sich nicht selbst aus seiner misslichen Lage befreien.
Der verängstigte Hund konnte sich nicht selbst aus seiner misslichen Lage befreien. | Foto: Feuerwehr Goslar

Goslar. Am vergangenen Dienstag wurde die Feuerwehr Goslar zu einem Hilfeleistungseinsatz im Bereich hinter dem Herzberger Teich alarmiert. Gemeldet war eine Tierrettung in steilem Gelände. Ein drei Jahre alter Schäferhundmischling war beim Spaziergang eine steile Felswand hinaufgelaufen, abgerutscht und auf einem Felsvorsprung in etwa acht bis zehn Metern Höhe zum Liegen gekommen, wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung berichtet.



Von dem Felsvorsprung aus konnte sich das verängstigte Tier weder selbstständig weiter nach oben noch zurück nach unten bewegen. Die Besitzer des Hundes setzten daraufhin den Notruf ab. Nach einer ersten Lageerkundung rüsteten sich mehrere Trupps mit Absturzsicherungssätzen aus und stiegen seitlich an der Steilwand auf. Ein Feuerwehrangehöriger wurde gesichert und kletterte zu dem Hund hinab. Vor Ort wurde Pia, der Hund, gesichert, um einen weiteren Absturz auszuschließen. Aufgrund der ungünstigen Position in der Felswand und der Tatsache, dass sich der Hund nicht mehr eigenständig bewegen wollte, wurde ergänzend die Bergwacht aus dem Bereich Clausthal-Zellerfeld/Langelsheim zur Unterstützung angefordert.

Der Hund saß in steilem Gelände fest.
Der Hund saß in steilem Gelände fest. Foto: Feuerwehr Goslar



Technisch anspruchsvolle Rettung


Die Kräfte der Bergwacht sicherten sich ebenfalls im steilen Gelände und unterstützten die Feuerwehr unmittelbar am Hund. Dem Tier wurde ein geeignetes Rettungsgeschirr angelegt, sodass es anschließend kontrolliert nach oben auf sicheren Boden verbracht werden konnte. Der Einsatz gestaltete sich aufgrund des sehr steilen, rutschigen und teilweise mit Humus bedeckten Hanges als technisch anspruchsvoll. Nachdem der Hund gesichert war, bestand kein akuter Zeitdruck mehr – der Schutz der eingesetzten Kräfte sowie die sichere Rettung des Tieres standen daher im Vordergrund, was eine entsprechend sorgfältige Vorgehensweise erforderte.

Die Rettung erwies sich als technisch anspruchsvoll.
Die Rettung erwies sich als technisch anspruchsvoll. Foto: Feuerwehr Goslar



Nässe und Dunkelheit erschweren Rückweg


Auch nachdem das Tier oberhalb der Felswand in Sicherheit gebracht worden war, stellte der Rückweg eine Herausforderung dar. Bei Dunkelheit, Nässe und glitschigem Untergrund musste zunächst ein geeigneter und sicherer Abstieg gefunden werden. Das Gelände erwies sich als ausgesprochen ungünstig und erschwerte den Abtransport zusätzlich. Erst gegen etwa 19:45 Uhr hatten alle Einsatzkräfte den Hang wieder sicher verlassen, Hund und Familie waren wieder glücklich vereint.

Die Feuerwehr Goslar war mit rund 15 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen im Einsatz. Die Bergwacht unterstützte mit sieben Einsatzkräften. Parallel zur Rettungsmaßnahme wurde die Familie am Fuße der Felswand betreut.

Themen zu diesem Artikel


Feuerwehr Feuerwehr Goslar Hund