Goslar. Hygienefachkräfte der Asklepios Harzklinken in Goslar und der Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen informierten anlässlich des „Welt- Händehygienetages“ über die Kampagne für mehr Patientensicherheit: „Aktion Saubere Hände“.
Mehr als 100 Besucher kamen in wenigen Stunden allein an den Stand in die Harzklinik Goslar: Interessierte konnten am Freitag im Klinik-Foyer beispielsweise selbst in einem Schnellverfahren mit der „Schwarzlicht-Box“ sofort überprüfen, ob ihre vor Ort durchgeführte Händedesinfektion wirklich erfolgreich und wirksam war. Zu beachten ist dabei: Die Hände müssen vor der Desinfektion trocken sein und alle Bereiche der Hände unbedingt vom Desinfektionsmittel benetzt werden, insbesondere Daumen, Fingerkuppen und Nagelfalz. Zudem muss das Desinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden einwirken. Überdies gab es ein Quiz zu Hygienefragen sowie ein Glücksrad mit tollen Preisen.
„Regelmäßiges Händewaschen gilt als eine der entscheidenden Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten“, sagt der leitende Oberarzt Ulrich Sievers, in den Harzkliniken verantwortlich für die Krankenhaushygiene. Eine wichtige Erkenntnis stand beim diesjährigen Welttag der Händehygiene mit im Fokus: Auch Besucher und Angehörige können in einer Klinik mit ihrem Verhalten das Risiko für Infektionen mindern. „Wichtig ist es, sich vor und nach dem Betreten des Patientenzimmers die Hände zu desinfizieren“, so Ulrich Sievers.
Anlass der Aktionen ist der heutige Welttag der Handhygiene. Das Datum 5. Mai ist nicht zufällig, sondern symbolisiert die zweimal fünf Finger des Menschen – und die Bedeutung der Händehygiene. Denn sie ist die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor Infektionen.
Das ist der Hintergrund:
Jährlich lassen sich die Asklepios-Kliniken durch die „Aktion Saubere Hände“ zertifizieren. Damit wird deutschlandweit das besondere Engagement bezüglich Qualität und Nachhaltigkeit der Händehygiene in Krankenhäusern ausgezeichnet. Bewertet wurden unter anderem die Ausstattung und Fortbildungen auf dem Gebiet der Händedesinfektion sowie die Entwicklung, wie häufig Händedesinfektionen in der jeweiligen Klinik auftreten. Die bundesweite Kampagne „Aktion saubere Hände“ wurde am 1. Januar 2008 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit, vom Nationalen Referenzzentrum für Surveillance von nosokomialen Infektionen (NRZ), dem Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) sowie der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. ins Leben gerufen. Die Aktion verfolgt das Ziel, das Verhalten bei der Händedesinfektion in deutschen Kliniken nachhaltig zu verbessern. Sie hatte unlängst die Asklepios Kliniken Schildautal in Seesen mit dem begehrten „Zertifikat Gold“ ausgezeichnet.
Die Teams der Krankenhaushygiene arbeiten in den Asklepios Kliniken seit Jahren intensiv daran, die Händehygiene zu optimieren, so stehen sie beispielsweise auch allen Mitarbeitern mit Rat und Tat zur Seite.„Für alle unsere Kliniken steht die Hygiene an erster Stelle. Wir schulen regelmäßig unsere Mitarbeiter“, sagt Adelheid May, Regionalgeschäftsführerin und Geschäftsführerin der Asklepios Harzkliniken und der Asklepios Kliniken Schildautal. „Aber bei der Hygiene sind alle beteiligt , neben dem Personal auch die Patienten selbst und Angehörige und Besucher.“