Zeugnisverleihung: Lotte ist jetzt offiziell Therapiehund

Nach einer langwierigen Ausbildung ist die Hündin jetzt in der Asklepios Klinik Schildautal Seesen im Einsatz.

 Gemeinsamer Grund zur Freude: Dr.med. Ralph Thinius, Chefarzt der NFR und der Klinik für Neurologie in der Asklepios Klinik Schildautal Seesen, Anja Pape Nieto, Physiotherapeutin, Lotte und Zeugnis.
Gemeinsamer Grund zur Freude: Dr.med. Ralph Thinius, Chefarzt der NFR und der Klinik für Neurologie in der Asklepios Klinik Schildautal Seesen, Anja Pape Nieto, Physiotherapeutin, Lotte und Zeugnis. | Foto: Asklepios

Seesen. Therapiehunde sind immer noch etwas Besonderes in Kliniken, sie helfen, beruhigen, sind unter anderem gut bei der Betreuung von schwerkranken Patienten. Lotte, eine Doodle-Hündin, eine Mischung aus Pudel und anderen Hunderassen, hat jetzt nach zwei Jahren Ausbildung in einer privaten Hundeschule ihre Prüfung bestanden, zusammen mit ihrem Team. Das berichten die Asklepios Harzkliniken in einer Pressemitteilung.



Lotte ist jetzt offiziell „Therapiebegleithündin“. Der Arbeitsplatz der tierischen Mitarbeiterin: die Asklepios Klinik Schildautal Seesen. Dort wird Lotte vorwiegend Patienten der Neurologischen Frührehabilitation (NFR) mit begleiten und betreuen. Immer dabei bei der Ausbildung: Lottes Herrchen und Chef, Dr. med. Ralph Thinius, Chefarzt der NFR und der Klinik für Neurologie in der Asklepios Klinik Schildautal Seesen.

Langwierige Ausbidung


Als Welpe begann Lotte ihre Ausbildung im Herbst 2023 – erst wurde sie zum Begleithund geschult, standesgemäß in der Welpenschule, dann weiter zur Therapiebegleithündin. 100 bis 120 Kurseinheiten, insgesamt gut zwei Jahre dauerte die Ausbildung - anerkannt und zertifiziert wird Lotte nun nach bestandener Prüfung Patienten offiziell mit begleiten. Unter anderem musste sich die Doodle-Hündin anfangs bei einer Führung durch die Asklepios Klinik Schildautal erst mal an die Umgebung gewöhnen. „Dabei lernte sie viel, vor allem, sich an Menschen zu gewöhnen“, sagt Dr. Thinius.

Hunde erspüren Stimmungen


„Therapiebegleithunde im Krankenhaus sind schon eher eine Besonderheit und im Kommen, ein Trend", sagt Nils Arnhold, Betriebsleiter für die Asklepios Therapie GmbH, Betriebsteil Seesen in der Schildautal Klinik. Auch er war bei der Schulung von Lotte stets dabei. Er ist staatlich anerkannter, studierter Physiotherapeut (Diplom und Bachelor). „Therapiehunde haben einen guten Einfluss auf Patienten, beispielsweise bei Depressionen“, erläutert er. Hunde scheinen einen „siebten Sinn“ dafür zu entwickeln, wann es Menschen körperlich oder seelisch schlecht geht, wie Wissenschaftler festgestellt haben. Die Hunde erspüren oftmals die Stimmungen ihrer Menschen und versuchen, ihnen aktiv beizustehen.

Hintergrund


Therapiehunde beziehungsweise Therapiebegleithunde sind professionell ausgebildete Hunde, die im medizinischen Einsatz tätig sind. Sie helfen Menschen, bestimmte Krankheiten zu überwinden oder die Krankheitssymptome zu lindern. Therapiehunde werden, so die Fachexperten, gezielt im Zusammenhang medizinischer Behandlungen eingesetzt und haben sich bisher besonders bei Sprachtherapien, Heilpädagogik, Ergotherapie und Psychotherapie bewährt. Sie lindern Angstzustände, Aggressionsausbrüche, Sprach- oder Sozialstörungen und vielfältige Stresssymptome.

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