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Wirtschaftsbetriebe im Landkreis Wolfenbüttel erhalten neues Gebäude



Wolfenbüttel

Größtes Bauprojekt im Landkreis - Wirtschaftsbetriebe erhalten neues Gebäude

Es soll alle Dienstleistungen im Abfall- und Breitbandbereich unter einem Dach bündeln.

Verlegten im Beisein der Betriebssauschuss-Mitglieder und der Baufirma den Grundstein zum WLW-Neubau. Von links nach rechts: Sandra Wehr (Werksleitung ALW), Peter Scheer (Werksleitung Breitband), Hartmut Schulz und Uwe Schäfer (beide Mitglieder des Betriebsausschusses WLW), Landrätin Christiana Steinbrügge, Architekt Claus Bartholomäus und Torsten Ruhe (Werksleitung Tiefbau, Betriebsleitung WLW).
Verlegten im Beisein der Betriebssauschuss-Mitglieder und der Baufirma den Grundstein zum WLW-Neubau. Von links nach rechts: Sandra Wehr (Werksleitung ALW), Peter Scheer (Werksleitung Breitband), Hartmut Schulz und Uwe Schäfer (beide Mitglieder des Betriebsausschusses WLW), Landrätin Christiana Steinbrügge, Architekt Claus Bartholomäus und Torsten Ruhe (Werksleitung Tiefbau, Betriebsleitung WLW). Foto: Landkreis Wolfenbüttel

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Wolfenbüttel. Der Wirtschaftsbetrieb im Landkreis Wolfenbüttel (WLW) erhält ein neues Gebäude. Am 30. Juni wurde der Grundstein für das derzeit größte Bauprojekt des Landkreises gelegt. Mit dem Neubau werden alle drei Sparten des WLW an einem Standort konzentriert: die Abfallwirtschaft, der Breitbandbetrieb und die Kreisstraßenmeisterei in unmittelbarer Nähe. Bürgerinnen und Bürger finden alle Dienstleistungen an einem Ort vor, etwa die Abfall-Gebührenkasse. Zudem verbessere sich die Energiebilanz durch den Neubau auf dem Gelände des Abfallwirtschaftsbetriebs im Ortsteil Wolfenbüttel-Linden. Bis Februar 2022 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Hierüber berichtet der Landkreis Wolfenbüttel in einer Pressemitteilung.



„Wir wollen mit dem nachhaltigen Energiekonzept ein Zeichen setzen und die Vorbildfunktion des Landkreises unter Beweis stellen. Zudem verbessern wir die Arbeitsbedingungen derer, die täglich und bei Wind- und Wetter ihren Dienst bei der Müllabfuhr verrichten und schaffen kürzere Wege im WLW. Denn wir wissen: Es sind die kurzen Wege, die das Miteinander erleichtern und das Arbeitsklima verbessern. Wie wichtig es ist, sich regelmäßig zu sehen und im Austausch zu sein - das haben wir gerade in den letzten Monaten der Pandemie eindrücklich erlebt“, sagte Landrätin Christiana Steinbrügge zur Grundsteinlegung.

Erster Landkreis-Neubau mit Erdwärmenutzung


Es ist das erste Gebäude des Landkreises, dessen Wärmeversorgung durch den Einsatz von Erdwärme erfolgt. „Erdwärme kann ganzjährig, unabhängig von äußeren Witterungsbedingungen, also an 365 Tagen rund um die Uhr genutzt werden“, erläuterte Torsten Ruhe, Betriebsleiter des WLW. Für die Wärmeversorgung werden insgesamt neun Erdsonden in jeweils 100 Meter tiefen Bohrungen eingebaut, über diese erfolgt die Nutzung dieser regenerativen Energiequelle.

Energieeffizienz gesteigert - CO₂ gespart


Strom für die notwendige Wärmepumpe wird größtenteils durch eine Fotovoltaikanlage erzeugt. Mit dem Einsatz der Erdwärme und der nachhaltigen Eigenstromerzeugung können bis zu 40 Prozent der jährlich benötigten Energie eingespart werden. Gleichzeitig werden die Kosten der Wärmeversorgung um mehr als 30 Prozent gesenkt.

Das Gesamtpaket mindert zudem den CO₂-Ausstoß um mehr als 25 Prozent – das entspricht rund zehn Tonnen CO₂ im Jahr. Mit diesem Bauprojekt der Wirtschaftsbetriebe im Landkreis Wolfenbüttel werde auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele aus dem vor kurzem im Kreistag verabschiedeten Konzept des Landkreises geleistet.

Moderne Arbeitsplätze


Im Gebäude sind die Umkleiden, getrennt nach Arbeits- und Freizeitkleidung, und Duschen für bis zu 80 Mitarbeitende der Müllabfuhr untergebracht. Zusätzlich arbeiten dann rund 25 Beschäftigte in den neuen Büros. „Die Schaffung moderner und den aktuellen Anforderungen entsprechender Räumlichkeiten für die Beschäftigten war ein zentrales Anliegen zur Beschlussfassung durch den Betriebsausschuss“, betonte Betriebsleiter Ruhe.

Alle Sparten unter einem Dach


Der Neubau beherbergt zukünftig alle Sparten des Eigenbetriebs, insbesondere den Abfall- und Breitbandbetrieb. Das Gebäude wird stufenfrei zugänglich sein und auch innen barrierefrei und behindertengerecht ausgestaltet. Dazu werden auch Parkplätze für die Besucher im Außenbereich zur Verfügung stehen. Nach aktuellem Terminplan ist das Bürogebäude im Februar 2022 bezugsfertig. Die Baukosten inklusive der 50 Stellplätze und des Rückbaus des heutigen ALW-Gebäudes betragen nach heutigem Stand circa fünf Millionen Euro.


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