Braunschweig

Grüne fordern schnelle Lösung: Meier-Schließung erhöht „Druck auf dem Kessel“



Artikel teilen per:

16.03.2014


Stellungnahme unserer kulturpolitischen Sprecherin Dr. Elke Flake zur Schließung der „Meier Music Hall“

„Die für Ende 2014 / Anfang 2015 angekündigte Schließung der „Meier Music Hall“ ist natürlich sehr bedauerlich. Nach dem (städtischen) FBZ und dem (privaten) „Jolly Joker“ entfällt dadurch ein weiterer (privater) Standort für kleinere und mittlere Konzerte und Events. Dadurch entsteht im kulturellen Leben unserer Stadt eine Angebotslücke, die möglichst zeitnah geschlossen werden sollte.

Unsere kulturpolitischen Überlegungen werden durch diese Entwicklung stark beflügelt, denn jetzt dürfte der „Druck auf dem Kessel“ noch größer werden. Wir müssen endlich zu einer tragfähigen Lösung in diesem Bereich kommen! Daher bin ich heilfroh, dass die politischen Gremien vor kurzem (im Februar 2014) den von unserer Fraktion initiierten Antrag „Entwicklungskonzept Soziokultur“ von SPD, Grünen und Linken beschlossen haben, und das sogar einstimmig! In diesem Antrag steht eigentlich alles drin, was uns in der jetzigen Situation weiterhelfen kann. Bis zum Herbst 2014 werden wir alle – die Stadtverwaltung, die Ratspolitik und die Kulturszene – heftig daran arbeiten müssen, das genannte Entwicklungskonzept auf die Beine zu stellen. Viele Leute warten ja schon darauf, dass endlich klar wird, wohin die Reise in Braunschweig gehen soll. Ziel meiner Ratsfraktion ist dabei ein möglichst vielfältiges und buntes Kulturleben, das auch Angebote jenseits des Mainstreams und der Hochkultur umfasst sowie Raum für „Abseitiges“ und Widerspenstiges lässt. Denn nur so entsteht urbanes Flair und geistige Offenheit.

Mit seinem Vorschlag der Entkoppelung der Debatte um ein soziokulturelles Zentrum und eine kleinere Veranstaltungshalle trifft Konzertveranstalter Michael Schacke bei uns im Übrigen auf offene Türen. Wir haben in unserem interfraktionellen Antrag ja ausdrücklich von einer „eierlegenden Wollmilchsau“ Abstand genommen und wollen die bisher geäußerten unterschiedlichsten kulturellen Bedarfe auf jeden Fall berücksichtigen. Die Standortdiskussion haben wir allerdings bis zur Vorlage des Rahmenkonzepts erst einmal zurückgestellt (mit Ausnahme der Herausnahme der „Millenium“-Halle). Das sollte nicht nur für das etwaige soziokulturelle Zentrum, sondern auch für eine neue Veranstaltungshalle gelten.“


zur Startseite