Grüne kritisieren geplante Streichung der Solarförderung

Die Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat die Energiepolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Die Abgeordnete Marie Kollenrott warf Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) vor, mit der geplanten Abschaffung der Einspeisevergütung für private Solaranlagen die Bürgerenergiewende zu gefährden und die Menschen in die Abhängigkeit von teurem Öl und Gas zu treiben. Kollenrott verwies auf die aktuell hohen Energiepreise und den Konflikt im Nahen Osten.

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Solarzellen auf einem Dach (Archiv)
Solarzellen auf einem Dach (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Die Grünen-Fraktion im niedersächsischen Landtag hat die Energiepolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Die Abgeordnete Marie Kollenrott warf Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche (CDU) vor, mit der geplanten Abschaffung der Einspeisevergütung für private Solaranlagen die Bürgerenergiewende zu gefährden und die Menschen in die Abhängigkeit von teurem Öl und Gas zu treiben. Kollenrott verwies auf die aktuell hohen Energiepreise und den Konflikt im Nahen Osten. Jedes Solarpanel auf einem Dach mache Deutschland unabhängiger von solchen Krisen, betonte sie.


Die geplante Streichung der Förderung treffe Privathaushalte und das Handwerk gleichermaßen. Zudem kritisierte sie den Entwurf für ein Gebäudemodernisierungsgesetz, der die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zementiere und die Kosten für Familien deutlich erhöhen könne. Die Abgeordnete forderte stattdessen Planungssicherheit für Investitionen in erneuerbare Energien.

Niedersachsen als Energiewendeland profitiere wirtschaftlich stark von Wind- und Solarenergie. Die Grünen kündigten an, sich gemeinsam mit Wirtschaft und Verbänden gegen diese Politik zu wehren.


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