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Grüne wollen „Raus aus dem Plastikzeitalter!“



Wolfenbüttel

Grüne wollen „Raus aus dem Plastikzeitalter!“


Mandatsträger beim Grünen Dialog zum Plastikmüll (von links): Holger Barkhau, Christiane Wagner-Judith, Karlheinz Pfeiff, Imke Byl, Michael Boos, Maren Battenberg, Carsten Marowsky-Bree. Foto: Bündnis 90/Die Grünen
Mandatsträger beim Grünen Dialog zum Plastikmüll (von links): Holger Barkhau, Christiane Wagner-Judith, Karlheinz Pfeiff, Imke Byl, Michael Boos, Maren Battenberg, Carsten Marowsky-Bree. Foto: Bündnis 90/Die Grünen Foto: privat

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Sickte. Die Plastikflut stellt eine Bedrohung für Menschen, Tiere und die Umwelt dar – deshalb gilt es, die Meere und die Böden zu schützen. Darin waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Grünen Dialogs in Sickte einig. Mit dabei war auch die Landtagsabgeordnete Imke Byl. Das berichten die Sickter Grünen.



Die Landtagsabgeordnete Imke Byl, mit 25 Jahren das jüngste Landtagsmitglied und in der Grünen Landtagsfraktion zuständig für die Themen Umwelt und Energie, Klimaschutz und Frauen, referierte auf der gut besuchten Veranstaltung des Ortsverbandes Samtgemeinde Sickte von Bündnis 90/Die Grünen über das Vorkommen und die Folgen von Plastikabfällen. Bei einem sehr großen Anteil von Meeresvögeln und Fischen sei Mikroplastik im Organismus nachweisbar. Dieses gelange über die Nahrungskette auch in die menschlichen Organismen. Noch sei wenig bekannt darüber, welche gesundheitliche Auswirkungen dieses auf Menschen habe. Wenn die Entwicklung weitergehe wie bisher, gebe es im Jahr 2050 mehr Plastik in den Meeren als Fische. Schon heute könne man zum Beispiel bei Untersuchungen bei 94 Prozent der Eissturmvögel und 69 Prozent der Fische Kunststoffe im Organismus nachweisen. Auch die Böden seien mittlerweile stark durch Plastikvorkommen belastet. Imke Byl ging in ihrem Vortrag der Frage nach, auf welche Weise diese Belastung zustande kommt. Plastikschmutz fällt unter anderem durch Kosmetika, Plastikprodukte und Folien, das Waschen von Kunststoffbekleidung sowie als Reste von Fischernetzen an. Einen hohen Anteil beim Mikroplastik macht der Abrieb von Reifen aus. „Mikroplastik hat nichts in Kosmetika zu suchen“, zeigte sich Imke Byl überzeugt.

In der angeregten Diskussion stand die Frage im Mittelpunkt, was gegen die zunehmende Plastikflut unternommen werden kann. Es bestand Einigkeit dahingehend, dass die Verantwortung eines jeden gefragt ist, aber auch staatliche Einflussnahme notwendig ist. Man könne über Steuerpolitik und gesetzliche Vorgaben darauf hinwirken, dass Einwegplastik und unnötige Plastikverpackungen abgeschafft werden sowie Plastikprodukte durch andere Stoffe ersetzt werden. Als Verbraucher kann man nach Möglichkeit Plastikprodukte vermeiden, verstärkt Mehrwegsysteme nutzen sowie eigene Taschen und Behälter zum Einkauf mitbringen. Hilfreich ist es auch, wenn unterschiedliche Wertstoffe vor der Entsorgung getrennt werden.


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