whatshotTopStory

Grundschule am Geitelplatz: Auf dem Weg zur Ganztagsschule

von Thorsten Raedlein


Foto: Anke Donner)

Artikel teilen per:

03.02.2015


Wolfenbüttel. In der städtischen Schulausschuss-Sitzung am Dienstag soll auch die Einführung des Ganztagsbetriebs an der Grundschule am Geitelplatz zum Schuljahresbeginn 2016/17 beraten werden. Damit verbunden ist auch die Freigabe der Mittel für die erforderlichen Umbaumaßnahmen und den Neubau einer Mensa. Der Schulvorstand hat in den vergangenen Monaten ein entsprechendes pädagogisches Konzept für den Ganztagsbetrieb entwickelt.

Dieses Konzept sieht vor, dass die Grundschule Am Geitelpatz in Form der offenen Ganztagsschule startet, aber bereits im darauf folgenden Schuljahr 2017/2018 den offenen Ganztagsbetrieb in einen teilgebundenen Ganztagsschulbetrieb (TGS) überführt. Die offene und die teilgebundene Ganztagsschule sollen für alle Jahrgänge gleichzeitig eingeführt werden. Nach dieser Zielsetzung ist geplant, dass dann an mindestens zwei Tagen in der Woche für alle Jahrgänge eine verbindliche Teilnahme an den Ganztagsangeboten erfolgen soll.

Die Einführung der TGS bedeute für Schüler und Eltern, aber auch für Lehrkräfte und Mitarbeiter einen Paradigmenwechsel von einem jahrzehntelangen Halbtagsschulbetrieb hin zu einer Schule mit verpflichtenden Unterrichtszeiten bis in den Nachmittag. Die Schule müsse vor der Einführung Rechenschaft ablegen, wozu die zusätzliche Zeit am Nachmittag genutzt werden soll (kein Beliebigkeitsprogramm).

Die Einführung der TGS sei eine pädagogische Herausforderung, weil sich durch den Faktor Zeit und den Faktor Verbindlichkeit die Kernaufgabe der Schule, das Unterrichten maßgeblich verändere. Die flexible Unterrichtsplanung in einem zeitlich erweiterten Zeitbudget mache es möglich, den Schultag in unterschiedliche Phasen des Lernens, in Zeiten der Bewegung und Entsparmung einzuteilen und zusätzliche Unterrichtsangebote einzubauen, die im üblichen Kanon der Stundentafel nicht berücksichtigt werden könnten. Zu denken sei hier an erweiterte Angebote im musischen Bereich, an neu konzipierte Unterrichtsfächer (Stichwort MINT) und an Arbeitsgemeinschaften mit unterschiedlicher Thematik.

Die Einführung der TGS sei damit eine Chance für alle Schüler unabhängig von ihrer Herkunft. Sie würden in ihrer Gesamtentwicklung gestärkt und könnten individuell in ihren Schwächen und Stärken gefordert werden. Die Vorteile lägen in der Möglichkeit der ganzheitlichen Erziehung, in der Rhythmisierung des Schultages und in einer anregungsreichen, pädagogisch begleiteten Sozialisation innerhalb der Schulgemeinschaft.


zur Startseite