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GS Comeniusstraße - Sofortmaßnahmen vorgestellt



Braunschweig

GS Comeniusstraße - Sofortmaßnahmen vorgestellt

von Robert Braumann


Die Schüler der Grundschule Comeniusstraße protestierten vor dem Rathaus. Foto: Robert Braumann
Die Schüler der Grundschule Comeniusstraße protestierten vor dem Rathaus. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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Braunschweig. Ungewöhnliche Gäste Anfang September im Rathaus. Eltern, Lehrer und Kinder der Grundschule Comeniusstraße waren vor Ort, um gegen die Zustände in der Schule zu protestieren. Im Bauausschuss wurden nun Sofortmaßnahmen vorgestellt.



Unter anderem ist die Turnhalle der Schule sanierungsbedürftig und musste wegen Einsturzgefahr der Decke geschlossen werden (regionalHeute.de berichtete). Das Raumangebot sei zudem unzureichend. Schulleiterin Brigitte Rössing, sagte gegenüber regionalHeute.de : „Wir haben uns zu diesem Protest entschlossen, da einfach kein normaler Unterricht mehr möglich ist. Wir unterrichten im Lehrerzimmer, in meinem Büro, es ist einfach kein Platz mehr da. Durch die Sperrung der Turnhalle ist das Maß jetzt absolut voll.“ Jeder zugängliche Raum sei in der Nutzung. Das Thema Doppel- und Mehrfachnutzung aller Räume wäre selbstverständlich.

Maßnahmen vorgestellt


Der Rat stimmte stimmte zu, dass die Verwaltung eine Sanierung der Schule umgehend vorbereiten soll. Es sollen die Kosten ermittelt und in den Haushalt 2017 eingestellt werden. Spätestens 2019 sollen die Maßnahmen fertig gestellt werden. Was ist geplant: Für die Mehrzweckhalle soll ein Gesamtkonzept entstehen und nicht nur das Dach saniert werden. Dazu soll das Provisorium mit der Treppe beseitig werden. Dazu wolle man schauen, ob man nicht auch die Gesamtsanierung der Schule nach vorne ziehen müsse, dies ist aber lediglich ein Prüfauftrag. Kurzfristig werden aber Sofortmaßnahmen angeschoben.

Sporthalle


In der Sporthalle wird derzeit das Dach- und Deckentragwerk aufgrund des Befalls mit Hausschwamm nach Vorgabe des Statikers saniert. Die Arbeiten sollten in der 39. Kalenderwoche abgeschlossen sein, die ist bereit geschehen, so Stadtbaurat Heinz Leuer im Bauausschuss. Im Anschluss ist zur Gebäudeaussteifung die Wiederherstellung der Scheibenwirkung im Dachtragwerk durch eine Auflast nach Vorgabe des Statikers notwendig (Gesamtkosten rund 150.000 Euro).

Um einen eingeschränkten Schulsportbetrieb (ohne Duschmöglichkeiten) zu ermöglichen, wird eine provisorische Heizung und die statisch notwendige Deckenauflast kurzfristig hergestellt (Kosten rund 125.000 Euro).

Hauptgebäude



Für die Brandschutzmaßnahmen (Fluchttreppe, Bypass) wurde eine Planung erstellt und ein entsprechender Bauantrag eingereicht. Eine Baugenehmigung liegt noch nicht vor, teilte die Verwaltung mit. Von dieser Genehmigung unabhängig soll kurzfristig die Errichtung von zusätzlichen Toilettenanlagen im Kellergeschoss vorgezogen werden. Um eine mögliche Erweiterung der Schule an der Westseite nicht zu behindern, wird in Abstimmung mit der Schule die Errichtung der neuen Fluchttreppe vorerst zurückgestellt. Die provisorische Gerüsttreppe bleibt folglich länger stehen.

Im Hauptgebäude sollte eine zusätzliche Toilette eingebaut werden, dies ist bereits geschehen, so Leuer.

Mehrzweckhalle


Für die Schule ist seitens des Nutzers ein Nutzerbedarfsprogramm aufzustellen. Dies soll Ende Oktober 2016 vorgelegt werden. Nach erfolgter Prüfung kann dann ein abgestimmtes Raumprogramm aufgestellt und zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Auf dieser Grundlage soll dann die vom Rat gewünschte Machbarkeitsstudie als Entscheidungsvorlage erstellt werden, so die Verwaltung.


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