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Häusliche Gewalt und Alkohol - drei Kinder in der Wohnung


Symbolfoto: Alec Pein
Symbolfoto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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12.10.2016

Goslar. Am frühen Morgen des vergangenen Samstags hatte ein 11-jähriger Junge einen Notruf bei der Polizei abgesetzt und teilte mit, seine 33-jährige Mutter werde von ihrem Lebensgefährten verprügelt.


Der 44-Jährige randalierte nach Eintreffen der Polizei weiter und konnte trotz Einsatz von Pfefferspray erst mit hinzugezogener Unterstützung überwältigt werden (regionalHeute.de berichtete). Die Polizei habe dem Mann einen einwöchigen Platzverweis erteilt. Laut Polizeisprecherin Korinna Bräuer gelte dieses bis einschließlich kommenden Sonntag. Aus der Pressemitteilung der Polizei ging am Wochenende nicht hervor, wie mit den zur Tatzeit anwesenden Kindern verfahren wurde. Neben dem 11-Jährigen befanden sich noch sein 6-jähriger Bruder und die 5 Monate alte Schwester in der Wohnung. Die Mutter war laut Polizeibericht mit über 2 Promille stark alkoholisiert.

Weitere Vertrauensperson blieb beim Opfer



Wie Bräuer auf Nachfrage von regionalHeute.de sagt, verblieb eine weitere Vertrauensperson der Mutter nach Ingewahrsamnahme des 44-Jährigen in der Wohnung. Mittlerweile ist der Lebensgefährte wieder auf freiem Fuß. Haus und Wohnung darf er aber bis Sonntag nicht betreten. Die Dauer des Platzverweises werde nach Angaben der Polizeisprecherin vor Ort durch die eingesetzten Beamten entschieden. Meist geschehe das in Absprache mit den Beteiligten und richte sich nach der "aktuellen Situation". Rechtlich könne die Polizei einen Platzverweis mit einer Dauer von bis zu 14 Tagen verhängen. Darüber hinaus hätten Opfer oder Beteiligte die Möglichkeit gerichtlich eine einstweilige Verfügung zu erwirken.

Jugendamt ist informiert



Der 44-Jährige wird nun wegen mehreren Vergehen zur Verantwortung gezogen. Darunter dem Vorwurf der Körperverletzung gegen die 33-jährige Mutter der drei Kinder, sowie der versuchten Körperverletzung an Polizeibeamten und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Weiteres wird das Jugendamt klären. Dieses  wurde von der Polizei bereits über den Vorfall informiert.


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